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Schule Mehr als Pflaster kleben

Schulkrankenschwestern sollen bleiben, denn ihre Arbeit macht sich bezahlt. In Hessen profitieren von dem Modellversuch bislang 9000 Schülerinnen und Schüler.

Seit vergangenem Jahr gibt es in Hessen wieder die Schulkrankenschwester, auch wenn sie offiziell nicht mehr Schwester heißt, sondern „Schulgesundheitsfachkraft“. Zunächst versuchsweise. Nun hat das Kultusministerium mitgeteilt, dass deren Einsatz um ein weiteres Jahr bis Mitte 2019 verlängert wird. Weitere Verlängerung nicht ausgeschlossen.

In zehn Frankfurter und Offenbacher Schulen mit zusammen mehr als 9000 Schülerinnen und Schülern sind die Fachkräfte Teil des Personals. Sie sollen den Kindern und Jugendlichen – und deren Eltern – vermitteln, wie sie gesund leben können. Ob es nun um eine gesündere Ernährung geht, mehr Bewegung oder den bewussten Umgang mit digitalen Medien. Überhaupt sollen die Schulgesundheitsfachkräfte für ein gesünderes Klima an den Schulen sorgen, sich also auch um das Wohl der Lehrkräfte bemühen.

Kürzlich erhielten zehn Absolventinnen der berufsbegleitenden Qualifizierung an der Evangelischen Hochschule Darmstadt ihre Abschlusszertifikate überreicht. Viele von ihnen sind bereits ausgebildete Krankenschwestern. Weil es an Schulen aber auch um Prävention geht, müssen sie noch einiges lernen. Bei Akutfällen sollen sie entscheiden, ob jemand zum Facharzt muss oder ob vielleicht ein Pflaster genügt. Die Charité Berlin, die den Einsatz wissenschaftlich begleitet, legte bei dieser Gelegenheit erstmals Zwischenergebnisse der Evaluation vor.

Demnach macht sich die Arbeit der Schulgesundheitsfachkräfte mehr als bezahlt. Auch die Rückmeldungen aus den Schulen seien positiv. „Wir haben uns deshalb entschieden, das Modellprojekt über das Jahr 2018 hinaus zu verlängern“, teilte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) mit. Dann solle eine umfassende Gesamtbeurteilung folgen.

Die Schulgesundheitsfachkräfte sind Angestellte der Schulen. Getragen wird das Projekt durch die Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung mit Sitz in Frankfurt. Die Finanzierung erfolgt größtenteils durch die AOK Hessen.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Hessen

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