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Regionaltangente West Noch mehr Haltestellen

Ende März fällt die Entscheidung über die endgültige Streckenführung der Regionaltangente West. Bad Soden hofft auf einen Anschluss. Neu-Isenburg will ein Neubaugebiet anbinden.

Regionaltangente West
Der geplante Streckenverlauf und die potenzielle Erweiterung

Seit bald 30 Jahren wird über die Regionaltangente West diskutiert. In wenigen Wochen könnte das Verkehrsgroßprojekt endlich richtig Fahrt aufnehmen. Denn am 31. März entscheidet der Aufsichtsrat der Planungsgesellschaft über die endgültige Streckenführung. Dann können die Planungsarbeiten losgehen.

Bereits vier Tage zuvor, am 27. März, sind die Bürger in die Oberurseler Stadthalle zu einem Termin der frühen Bürgerbeteiligung geladen. An fünf Informationsständen können sie ihre Fragen und Bedenken äußern und mit den Experten ins Gespräch kommen.

Gehen wird es dabei nicht nur um die mehr als 40 Kilometer lange Schienentrasse, die auf zwei Linien die westlichen Frankfurter Stadtteile und die angrenzenden Landkreise miteinander verbinden, den Frankfurter Hauptbahnhof entlasten und eine direkte Verbindung zum Frankfurter Flughafen schaffen soll. Diskutiert wird auch über die beiden neuesten Projekte, die bisher noch nicht im Linienplan der RTW eingezeichnet waren, über die der Aufsichtsrat aber ebenfalls Ende März entscheidet.

Die Stadt Neu-Isenburg würde gerne zwei weitere Haltestellen an die RTW anhängen: Gingen ursprüngliche Pläne von einer Endhaltestelle in der Frankfurter Straße nahe dem Einkaufszentrum Isenburg-Zentrum aus, soll die Bahn nach neuen Plänen auch noch das bestehende Gewerbegebiet Ost und das geplante Wohngebiet Birkengewann anbinden. Hier entstehen rund 590 Wohneinheiten. Die zusätzliche Strecke wäre 1,3 Kilometer lang, es gibt eine grobe Schätzung, dass diese Verlängerung etwa 15 Millionen Euro zusätzlich kosten würde.

So gut wie keine Zusatzkosten verursachen würde ein Abzweig der RTW nach Bad Soden. In Sossenheim würde dann die Linie 2, die von Dreieich-Buchschlag nach Praunheim führen soll, „geflügelt“, wie der Geschäftsführer der RTW-Planungsgesellschaft, Rolf Valussi, im Gespräch mit der FR erläuterte. Eines der beiden aneinandergekoppelten, 50 Meter langen RTW-Fahrzeuge würde nach Bad Soden fahren, das andere nach Praunheim, auf der Rückfahrt würden sie im Bahnhof Sossenheim wieder „vermählt“. Weil die vorhandene Infrastruktur der Regionalbahntrasse mit Schienen, Bahnsteigen und Oberleitung genutzt werden kann, wäre die Anbindung Bad Sodens nicht Teil der Planfeststellung. Bis Ende März soll laut Valussi feststehen, ob sich der Abzweig rechnet.

 

 

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