Lade Inhalte...

Red Hot Hottentots in Frankfurt Swing und Bebop vor dem Altar

Jazz in der Katharinenkirche in Frankfurt: Die Red Hot Hottentots unterstützen wieder die FR-Altenhilfe. Die Band will dabei von der großen Besetzung 2016 zurück zum harten Kern.

Benefizkonzert
Gut gespielt: Red Hot Hottentots in der Katharinenkirche. Foto: Rolf Oeser

Es ist ein Termin, auf den sich schon viele Jazzfreunde freuen: Die Red Hot Hottentots, Frankfurts große Band für den traditionellen Jazz, treten wieder zur Unterstützung der FR-Altenhilfe auf. Am Freitag, 1. Dezember, von 19 Uhr an spielen sie wie stets in der Katharinenkirche. Von einer Tradition zu sprechen, ist dabei geradezu untertrieben: Seit 43 Jahren engagieren sich die Musiker ununterbrochen für die Altenhilfe der Frankfurter Rundschau. Und Hunderte von Menschen strömen in die Kirche, um das dreistündige Konzert zu erleben – bei Ebbelwei, Schmalzbroten und Brezeln.

Es war Lothar Vetter, der damalige Leiter der FR-Lokalredaktion, der 1974 die Band für die Altenhilfe engagierte. Anfangs spielte sie vor Weihnachten noch unter freiem Himmel – manchmal war es so kalt, dass die Instrumente immer wieder enteist werden mussten. Erst später wurde die Katharinenkirche zum Auftrittsort, der doch wesentlich mehr Komfort bot.

In diesem Jahr formuliert Bernd K. Otto, der musikalische Leiter, das Motto des Auftritts so: „Es gibt Red Hot Hottentots pur.“ Standen im vergangenen Jahr mit den Gästen bis zu 17 Musiker vor dem Altar der Katharinenkirche, will die Band diesmal „von der großen Besetzung zurück auf den harten Kern“. Das sind: Jörg Kuhfuß (Sousaphon), Walter Möwes (Posaune), Bernd K. Otto (Banjo), Dirk Raufeisen (Piano), Colin Dawson (Trompete), Horst Buchberger (Schlagzeug) und Wilson de Oliveira (Klarinette und Tenorsaxofon).

Auf einige Gäste, die im deutschen Jazz einen klangvollen Namen besitzen, wollen die Musiker allerdings auch in diesem Jahr nicht verzichten. Saxofonist Tony Lakatos und Trompeter Martin Auer, beide Mitglieder der HR-Bigband, werden auftreten, ebenso Joe Gallardo, Posaunist und früher bei der NDR-Bigband.

Christoph Oeser kommt wieder

Und einer kommt wieder in die Katharinenkirche, dessen Auftritt stets Beifallsstürme auslöst: Christoph Oeser, einer der besten Boogie-Woogie-Pianisten in Deutschland. Er wird auch mit Dirk Raufeisen als Klavierduo auftreten.

Seit Bernd K. Otto vor einigen Jahren musikalischer Leiter der Band wurde, hat er das Repertoire behutsam hin zum Bebop erweitert. „Ich finde das Schubladendenken beim Jazz furchtbar“, sagt Otto: „Gerade die Begegnung von Stilrichtungen ist das Interessante.“

Und so werden Swing und Bebop in der Katharinenkirche wieder zusammenfinden. Etwa wenn die Band „Honeysuckle Rose“ von Fats Waller intoniert oder „Scrapple from the apple“ von Charlie Parker.

Ein besonderer Höhepunkt könnte ein Duo von Dirk Raufeisen an der Kirchenorgel und dem Trompeter Martin Auer werden. Ein Besuch in der Katharinenkirche lohnt.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen