Lade Inhalte...

Rechtsextremismus im Landkreis Gießen Die Antifa irrt sich in der Adresse

Die Antifa protestiert vor dem falschen Haus gegen Neonazis. Die Aktivisten bedauern die Verwechslung und wollen sich bei der Familie entschuldigen.

Linke Aktivisten demonstrieren in Rabenau-Geilhausen. Foto: Privat

Nach einer unangemeldeten Demonstration von Mitgliedern der Antifa-Szene am vergangenen Samstag in Rabenau-Geilshausen (Landkreis Gießen) wirft eine Anwohner-Familie den Aktivisten vor, vor dem falschen Haus demonstriert zu haben. „Wir haben nichts mit Neonazis zu tun“, sagte die Familie, die seit Jahrzehnten in Geilshausen lebt, der Frankfurter Rundschau. „Wir sind erschüttert.“ Es liege eine Verwechslung vor.

Rund 30 linke Aktivisten hatten am Samstag vor dem Haus in Rabenau-Geilshausen demonstriert, weil sie dort die Wohnung eines Mitglieds der Neonazi-Szene im Lumdatal vermuteten. Die Kampagne „Wälder, Wiesen, Neonazis“ hatte die Adresse sogar im Internet veröffentlicht. Mit dieser Methode versuchen Aktivisten der Antifa häufiger, Neonazis unter Druck zu setzen. Die betroffene Familie befürchtet nun, zum Ziel von militanten Neonazi-Gegnern zu werden. Ein Sprecher der Kampagne „Wälder, Wiesen, Neonazis“ versicherte der FR, man habe die Adresse gewissenhaft recherchiert. Man werde sie aus dem Internet löschen und sich bei der Familie entschuldigen.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum