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Protest gegen Abschiebung Arzt schickt Ehrung zurück

Aus Protest gegen die Abschiebung eines Kindes gibt ein Arzt aus Darmstadt eine Auszeichnung des Landes Hessen wieder zurück.

Es ist erst drei Wochen her, dass die Landesregierung den Darmstädter Arzt Jürgen Franke als „Mensch des Respekts“ geehrt hat. Jetzt hat Franke die Auszeichnung zurückgegeben, wegen der Abschiebung eines zwölfjährigen Jungen.

Der pensionierte Mediziner engagiert sich ehrenamtlich in der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Darmstadt. „Durch ihren großen persönlichen Einsatz und durch ihren wertschätzenden und liebevollen Umgang leisten sie einen wertvollen Beitrag, dass Flüchtlinge Respekt und ein echtes Zuhause finden“, sagte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) bei der Ehrung von Franke und sechs weiteren Flüchtlingshelfern.

Der frühere Chefarzt möchte aber nicht mehr ausgezeichnet werden von einer Regierung, die einen traumatisierten Zwölfjährigen abschiebt. Der Junge war vor einer Woche alleine nach Mazedonien zurückgebracht worden. Dort hatte ihn sein Vater in Empfang genommen, der als drogensüchtig und gewalttätig gilt. Nach Informationen der FR soll der Junge abgehauen und zu seiner Tante gezogen sein. Er braucht medizinische Hilfe und war daher in Alsfeld in einer spezialisierten Einrichtung untergebracht.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Zuwanderung Rhein-Main

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