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Problem-Wels in Offenbach Der Wels-Skandal

Um den Monsterwels im Offenbacher Dreieichpark hat sich ein Kartell des Schweigens entwickelt. Dies gilt es aufzubrechen. Eine Glosse.

Tiere in Hessen
Fischer suchen im Teich des Offenbacher Dreieichparks nach dem Problem-Wels. Foto: Isabell Scheuplein (dpa)

Die Aufgabe der FR ist es, das Kartell des Schweigens aufzubrechen, Skandale aufzudecken, auch im Schmutz zu wühlen, in den Sedimenten eines Teiches in Offenbach womöglich, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. 

Deswegen fragt die Frankfurter Rundschau: Was ist mit dem Monsterwels im Offenbacher Dreieichpark? Wie lange soll die Öffentlichkeit noch hingehalten werden? Was will die Stadt Offenbach hier vertuschen? 

Es gibt viele Hinweise darauf, dass hier etwas im Busch beziehungsweise, der Scherz sei erlaubt, im Teich ist, etwas, das unter der Decke gehalten werden soll bis Gras über die Sache gewachsen ist. Da ist der zweifelhafte Ausschluss der Öffentlichkeit und der kritischen Lokalpresse von der angeblichen Fangaktion als Erstes zu nennen. Aber auch die Ausweisung des in einem öffentlichen Park gelegenen Teiches als uneingeschränkte Verbotszone unter dem fadenscheinigen Rückgriff auf naturschutzrechtliche Argumente macht uns stutzig.

Und nun? Ein Kartell des Schweigens. Stille seit Tagen schon, nichts mehr, kein Laut, gar nichts. Still ruht der Teich. Aber diese Ruhe ist trügerisch. Was soll hier vertuscht werden? In der Zeitung mit den vier großen Buchstaben war bereits ein Foto abgedruckt, offenbar von einer Überwachungskamera aufgenommen, das eine Art Fuchs mit Welskopf zeigt. Und die Stadt Offenbach? Sie reagiert nicht.

Wir erinnern uns an Dokumentarfilme wie „Sharknado“ oder „Octoshark“. In diesen Filmen wird detailgenau geschildert, welch katastrophalen Folgen es hat, wenn eine ganz reale Gefahr aus der Tierwelt unterschätzt wird. Aquarianer kennen den Haiwels, ein possierliches Tier, solange es jung ist, das aber im reiferen Alter gigantische Ausmaße annehmen kann. Der Naturfilm „Der weiße Hai“ zeigt, was passiert, wenn solche Gefahren von der Obrigkeit unter den Tisch gekehrt werden. 

Deswegen fragen wir die Stadt Offenbach hier und heute: Müssen erst am helllichten Tag Mütter mit Kindern oder auch ohne Kinder oder nur Kinder gefressen werden, ehe der Öffentlichkeit endlich reiner Wein eingeschenkt wird

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