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Preis Hilfe für Islamisten

Die bundesweite Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ zeichnet die „Beratungsstelle Hessen – Religiöse Toleranz statt Extremismus“ aus. Diese ist im Bereich der Salafismusprävention tätig.

24.06.2016 18:04
Salafisten bei einer Kundgebung in Offenbach. (Symbolbild) Foto: Renate Hoyer

Die „Beratungsstelle Hessen – Religiöse Toleranz statt Extremismus“ ist als eines der 100 besten Projekte in Deutschland ausgezeichnet worden. Die Ehrung für die Einrichtung mit Hauptsitz in Frankfurt-Bockenheim stammt von der bundesweiten Initiative „Deutschland – Land der Ideen“, wie der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) am Freitag in Wiesbaden bekanntgab. „Mit der Einrichtung der Beratungsstelle haben wir im Bereich der Salafismusprävention auf einen starken Verbund aus Politik, Zivilgesellschaft und relevanten Akteuren gesetzt“, sagte er.

Die von einer unabhängigen Expertenjury vergebene Auszeichnung bezeichnete Beuth als herausragende Würdigung für die Mitarbeiter der Beratungsstelle, die seit nunmehr zwei Jahren hervorragende Arbeit im Einsatz gegen den religiösen Extremismus leiste. Der Minister hob hervor, dass das Projekt in Aufbau und Funktion Vorbildcharakter für ähnliche Programme in ganz Deutschland gehabt habe.

Bei Gründung des Präventionsnetzwerks gegen Salafismus habe das Land frühzeitig auf die Einbindung und finanzielle Förderung des Violence Prevention Network (VPN) gesetzt. Dessen Geschäftsführer Thomas Mücke erklärte, dem Team bedeute die Auszeichnung sehr viel.

Im Mittelpunkt der Arbeit der Beratungsstelle stehen sowohl die Beratung von islamistisch Radikalisierten als auch die Ausstiegsbegleitung. Sie setzt Beuth zufolge dabei insbesondere auf ein starkes Netzwerk. Schüler lernen beispielsweise in Workshops, anderen Kulturen und Religionen offen zu begegnen. Angehörige, Freunde, Gemeinden, Institutionen und Interessierte werden beraten und für die Gefahren des Salafismus sensibilisiert. Junge Menschen, die Gefahr laufen, sich extremistischen Ideen zuzuwenden oder sich von der Szene distanzieren wollen, werden aber auch direkt beraten.

Aktuell steht die Beratungsstelle mit 92 Radikalisierten oder Gefährdeten direkt in Kontakt. Darunter sind auch Rückkehrer aus Syrien. Über 100 Angehörige werden unterstützend beraten und begleitet. An hessischen Schulen wurden mehr als 90 Workshops durchgeführt. epd

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