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Offenbach Spielerisch den Wortschatz erweitern

Das halbjährige Bildungsprogramm Deutschsommer ist auf Spenden angewiesen. Die Finanzierung ist eine Herausforderung.

Schülerin
Eine Schülerin. (Symbolfoto) Foto: dpa

Über 200 Drittklässler haben bereits an dem Sprachförderprogramm Deutschsommer teilgenommen. Gerade ging die achte Auflage des ferienbegleitenden Bildungsprogramms zu Ende. 30 Kinder haben drei Wochen im Schullandheim Wegscheide in Bad Orb spielerisch ihre Deutschkenntnisse verbessert.

Seit vergangenem Jahr können Offenbacher Kinder aber auch während des ersten Schulhalbjahres der vierten Klasse gefördert werden: In Kooperation mit dem Familienzentrum Zion der Diakoniekirche werden unter dem Titel „Deutschsommer-Detektive“ zwei schulbegleitende Kurse bis zu den Weihnachtsferien angeboten. In den Weihnachtsferien gibt es die zusätzliche Fünf-Tages-Förderung „Endspurt“. „In der vierten Klasse werden die Weichen gestellt, wie es schulisch weitergeht“, sagt Projektleiter Jörg Muthorst, „deshalb ist es wichtig, dass die Kinder die Möglichkeit haben, über ein halbes Jahr gefördert zu werden.“

15 Kinder haben 2016 erstmals das Angebot genutzt. „Zu Beginn und am Ende des Deutschsommer-Angebots gibt es eine Sprachstandserhebung, zwei Drittel der Kinder können sich sehr deutlich verbessern“, sagt Muthorst.

Der Kinderbuchklassiker „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren dient bei dem Programm als Begleitlektüre, jedes Kind erhält ein Buch geschenkt. „Im vergangenen Jahr hat eine Spedition die Kosten dafür übernommen, dieses Mal fand sich dafür leider kein Spender“, sagt Muthorst. Bis zu 90 000 Euro kostet das Halbjahresangebot, 30 000 Euro steuert die Stadt Offenbach bei. „Die restlichen zwei Drittel müssen durch Spenden erwirtschaftet werden“, sagt er. Zwar gebe es feste Spender, doch sei die Finanzierung stets eine Herausforderung.

Die Eltern zahlen einen Eigenanteil von 50 Euro für den Deutschsommer und 20 Euro für das komplette Detektiv-Angebot. „Wir haben einen hohen Anteil an Kindern aus Hartz-IV-Familien, daher wollen wir den Eigenanteil nicht erhöhen“, sagt Muthorst. Im kommenden Jahr drohe ein „Finanzloch“, Muthorst hofft, dass es durch weitere Spender gestopft werden kann.

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