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Offenbach Offenbacher Waldzoo wird saniert

Dank der Spenden der Dr.-Marschner-Stiftung und des Rotary-Clubs Offenbach können Wege und Toilettenanlage erneuert werden.

Waldzoo Offenbach
Der neue Besucherunterstand ist gleich am Eingang bei den Shetland-Ponys. Foto: Sophie Schüler

Waschbären, Frettchen, Schafe oder Kängurus sind im Waldzoo zu erleben. Und bei Regen bisher auch jede Menge Matsch auf den Wegen. „Aber die Zeiten sind nun vorbei“, sagt Susanne Wollensak, Leiterin des kleinen Tierparks. Dank Spenden der Dr.-Marschner-Stiftung und des Rotary-Clubs Offenbach konnten die Wege im Zoo erneuert werden.

„Seit 2015 helfen uns der Rotary-Club und die Stiftung, den Zoo zu erneuern“, sagt Wollensak. So konnten bereits Umzäunung und Tor ausgewechselt werden, seit vergangenem Jahr wurden die Wege mit einer wassergebundenen Decke ausgebessert und ein neuer Unterstand für die Besucher errichtet werden. „Den Kindern macht erfahrungsgemäß Kälte oder regen nichts aus, aber die Eltern möchten ihren Kaffee eben doch im Warmen trinken“, sagt die 32-Jährige und lacht.

Ebenfalls neu ist die Toilettenanlage: Wo bisher das Futter für die Tiere untergebracht war, wurden barrierefreie Sanitärräume eingerichtet. „Damit ist die Zeit des Dixi-Häuschens endlich vorüber“, sagt Wollensak. Zwar hatte der Vorbesitzer schon einmal Toiletten nahe des Eingangs gebaut, doch waren diese zu klein – und illegal. Denn als der Privatzoo 1965 gebaut wurde, geschah das ohne Genehmigung seitens der Stadt. Auch in den Jahren danach scheiterten alle Versuche, planungsrechtliche Grundlagen zu schaffen. Erst als Wollensak 2007 den Zoo kaufte, änderte sich die Situation. Bereut habe sie den Kauf nicht. „Es wäre nur schön gewesen, wenn man mir vorher gesagt hätte, dass es keine Baugenehmigung gab“, sagt Wollensak.

Mit Hilfe des Rotary-Clubs und der Dr.-Marschner-Stiftung nahm sie Kontakt zur Stadt auf, der an einer Legalisierung sehr gelegen war. Denn für die Offenbacher Kindergärten oder Schulen ist der Waldzoo ein Pflichtprogramm, um Tiere wie Schafe oder Känguru vorzustellen. Das bestätigen auch die Besucher, etwa Mirijam D., die als Kind selbst mit der Schulklasse zu Besuch war und heute regelmäßig mit ihrer Tochter den Tierpark besucht. „Wir leben in einer Großstadt, da haben die Kinder doch sonst keine Möglichkeit, einige Tiere kennenzulernen“, sagt sie. „Allerdings“, fügt sie hinzu, „müssten einige Unterstände für die Tiere erneuert werden.“

Dem stimmt Zooleiterin Wollensak ohne zu zögern zu. „Das Problem war aber bisher, dass wir wegen der nicht vorhandenen Genehmigungen nichts bauen durften.“ Im Laufe des nächsten Jahres soll sich das ändern. „Die Gehege werden nach und nach erneuert“, sagt sie. Ein komplettes Gehege koste zwischen 1500 und 2000 Euro. „Allerdings ist der Waldzoo da auf Spenden angewiesen, aus eigener Kraft schaffen wir es nicht“, sagt sie. Auch Gutscheine für den Baumarkt oder für Futter seien willkommen.

Und dann hat Wollensak noch einen großen Wunsch: Das Gelände zu erweitern. „Nicht, um mehr Tiere zu holen, sondern um den Tieren mehr Platz zu geben“, sagt sie. Eine Erweiterung sei auf dem Grundstück möglich, das vom Parkplatz zum Eingang führe. Wo heute der Spielplatz ist, könnte dann die Erweiterung beginnen. „Wir könnten dann beispielsweise neue Flächen für die Schafe oder die Kängurus bieten“, sagt sie. Auch für die Besucher wäre dann mehr Platz, denn „an schönen Tagen ist es hier sehr voll, dann haben die Besucher auch wenig Platz.“ Mit der Stadt möchte die Zooleiterin im kommenden ‚Jahr das Gespräch über die Erweiterung suchen.

 

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