Lade Inhalte...

Offenbach Elektromobilität kommt nur langsam

Die Stadtwerke ersetzen die Busse sukzessive. Ab 2018 sollen zunächst zwei E-Busse durch die Straßen rollen.

Infolge des Dieselskandals wird wieder verstärkt über den Ausbau der Elektromobilität in den Städten gesprochen. In Offenbach sollen ab 2018 zwei E-Busse durch die Straßen rollen – im Rahmen eines Feldversuchs unter Realbedingungen. Wenn sich die Fahrzeuge im Alltag bewähren, soll daraufhin die gesamte Fahrzeugflotte von derzeit etwa 70 eigenen Bussen „sukzessiv getauscht“ werden. Das versprach Stadtkämmerer Peter Freier (CDU) am Donnerstag im Rahmen der Bilanzvorstellung der Stadtwerke Offenbach.

Einer schnelleren Umstellung stünden derzeit noch die hohen Anschaffungspreise von E-Bussen und ein schwer überschaubarer Markt im Weg. Das gelte auch für Nutzfahrzeuge, die etwa zur Müllentleerung in der Fußgängerzone eingesetzt werden. Hier scheut sich die Stadtwerke Offenbach Holding aber noch, einen konkreten Zeitraum zu nennen. „Wir hoffen auf die IAA“, sagte Geschäftsführer Peter Walther.

Langfristig wolle man in allen Einsatzbereichen Elektrofahrzeuge nutzen. Modellversuche gab es schon mehrere – bereits 2011 wurde auf der Linie 103 von Frankfurt nach Offenbach ein Elektrobus getestet und 2016 auf der Linie 106.

Modernisiert werden soll nicht nur die Fahrzeugflotte, sondern auch die IT-Infrastruktur der städtischen Gesellschaften. Bis Jahresende will man neue Strukturen schaffen, um die Kosten „in den Griff zu kriegen“. Noch würden zu viele verschiedene Programme genutzt, sagte Walther.

Schon jetzt seien die Hausmeister der kommunalen Baugesellschaft GBO beispielsweise mit Tablets ausgestattet. Künftig sollen auch andere städtische Mitarbeiter digital festhalten können, was an Arbeiten erledigt wurde.

Einen „sorgenvollen Ausblick“ hatte Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) zur Vorstellung der Stadtwerke-Bilanz mitgebracht. Die Möglichkeit, Einnahmen aus Grundstücksverkäufen zu generieren, sei endlich, mahnte Schneider unter anderem. So seien viele Grundstücke im Neubaugebiet „An den Eichen“ bereits veräußert, und auch am Hafengelände stehe mit dem Verkauf des Geländes an der Hafenspitze einer der letzten großen Grundstücksverkäufe städtischen Geländes an.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen