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Offenbach Drei Feste auf dem Buchhügel

Am Sonntag feierten Tierheim, Wetterpark und Kinder-und Jugendfarm. Den größten Zulauf gab’s bei den Tieren.

Buchhügel-Sommerfest
Mitglieder des Tierschutzvereins führten Gehorsams- und Geschicklichkeitsübungen vor. Foto: Rolf Oeser

Hin und wieder hallen am Sonntag die Anfeuerungsrufe der Kickersfans vom Bieberer Berg bis zum Buchhügel. Kein Wunder, spielt doch der OFC gegen den FSV Frankfurt, da kochen die Emotionen hoch. Zu hören sind die Fangesänge aber nur, wenn es gerade etwas ruhiger wird. Und das war am Nachmittag zumindest bei der Kinder- und Jugendfarm oder dem Tierheim nicht allzu oft der Fall.

Tierheim, Kinder- und Jugendfarm und Wetterpark haben zum Buchhügelfest geladen, gleichzeitig wird noch das Regionalparkfest begangen. Und trotz durchwachsenen Wetters, der Konkurrenz durch Fußball und Künstlermarkt in der Innenstadt herrscht reges Treiben auf dem Buchhügel.

Nicht nur nach der Anzahl der Beine gerechnet, scheint beim Tierheim der Ansturm besonders groß. Manche Besucher sind mit ehemaligen Schützlingen des Tierheims hier, andere machen sich erst auf die Suche nach einem tierischen Mitbewohner. Besonders die Hunde des Tierheims nutzen ihre Chance, am Gitter einige zusätzliche Streicheleinheiten von Besuchern zu bekommen.

Neben Infos zu Kleintierhaltung, zu Katzenauslauf oder zum richtigen Futter gibt es auch Mitmachaktionen: „Cross-Dogging“ nennt sich das Programm, bei dem Hund und Halter zusammenarbeiten müssen. Unter Anleitung von Trainerin Heike Brinkmann gilt es, kleine Parcoursaufgaben zu absolvieren. „Das stärkt die Bindung, und ihr Hund achtet auch stärker auf sie“, sagt Brinkmann.

„Miss Marple“, ein imposanter Cane Corso, und Frauchen Ruth Steiger machen mit: Der Lauf durch den Tunnel ist für „Miss Marple“ kein Problem, ebenso wenig wie das Springen über einen Besenstil als Hindernis. Nur beim Gang durch einen Reifen schaut die knapp zweijährige Hündin skeptisch, dann lockt das Leckerchen von Frauchen doch. „Cross-Dogging macht Spaß, ich kann es nur empfehlen“, sagt Steiger.

Toben auf der Kinder- und Jugendfarm

Um Bewegung geht es auch auf der Kinder- und Jugendfarm: Es wird getobt, nach den Tieren geschaut, erste Versuche im Jonglieren werden unternommen. „Zum 15-jährigen Bestehen der Farm haben wir uns eine Bühne für die Musik gegönnt“, sagt Festorganisator Dominic Imeraj.

Die Band der Mathildenschule spielt dort auf, dann wird kurz unterbrochen: Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) übernimmt die Schirmherrschaft über das Projekt. „Ein tolles Angebot mitten in der Großstadt, Kindern und Jugendlichen Natur und Tiere nahe zu bringen“, lobt er die Arbeit der Ehrenamtlichen.

Beim Wetterpark geht es deutlich ruhiger zu als bei den anderen beiden Einrichtungen. Dennoch sind die Siedlergemeinschaft Tempelsee oder die Kelterei Pomolo mit der Nachfrage zufrieden. Die Kelterei schenkt ihren jüngst bei der Cidre World prämierten Apfel-Mispel-Secco aus. „Wir sind von Anfang an beim Regionalparkfest dabei“, sagt Jürgen Pfeiffer.

Während die Eltern einen Obstsecco kosten, darf der Nachwuchs physikalischen Phänomenen auf den Grund gehen. Unter Anleitung von Wetterparkführerin Waltraud Bütof wird ein Tornado in einer Flasche erzeugt oder mit einem Wasserglas und einem Bierdeckel gezeigt, wie Über- und Unterdruck wirken: Physik zum Nachmachen sei das, sagt sie. Bei den Kindern stünden die Experimente hoch im Kurs.

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