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Offenbach Bietergefecht für gute Zwecke

Siebentausend Euro werden bei der 24. Päckchenversteigerung auf dem Offenbacher Weihnachtsmarkt erzielt.

Päckchenversteigerung
Einmal Winken kostet auf dem Weihnachtsmarkt: Für Anna Baloszek gehört die Päckchenversteigerung zur Weihnachtszeit. Foto: Rolf Oeser

Spaß haben, sich überraschen lassen und Spenden für gute Zwecke sammeln“ – so fasst Michael John die alljährliche Päckchenversteigerung auf dem Weihnachtsmarkt zusammen. Der Offenbacher Makler gehört zu den Geschäftsleuten, die sich am Samstag mit Päckchen an der Versteigerung beteiligt haben. Wie im Vorjahr sind 100 Päckchen auf der Bühne vor dem Rathaus aufgebaut und warten auf bietfreudige Besucher.

Die lassen um 12 Uhr nicht lange auf sich warten. Als Auktionator hat Klaus Kohlweyer wieder alles fest im Griff. Kein Winken, kein Handzeichen entgeht dem Weihnachtsmarkt-Organisator von Pro Offenbach. Fast zwei Stunden leitet er nicht nur die Auktion in der Kälte, sondern betätigt sich nebenbei auch als Unterhalter. „Zwei Bombenpäckchen haben wir dieses Mal dabei, da will ich nichts unter 100 Euro hören“, ruft er dem Publikum zu. Als „schönsten Termin im Jahr“ bezeichnet Kohlweyer die Auktion.

Rund 80 Besucher stehen vor der Bühne an den Bistrotischen und steigern mit. Schon beim ersten Päckchen steigen die Gebote rasch auf 90 Euro; um 12.18 Uhr kann Musikerin Natascha Grin den Tusch für den ersten Verkauf über 100 Euro spielen. Zehn Minuten später kann Kohlweyer verkünden, dass schon 1000 Euro eingenommen wurden.

Zwei Projekte werden in diesem Jahr gefördert: die Aktion „Obsttag“ der Eichendorff-Schule und das Ambulante Palliativteam Offenbach. „Jeden Dienstag wird für die Frühstückspause frisches Obst vom Wochenmarkt geliefert und von Eltern kleingeschnippelt“, sagt Schulleiterin Alma Obradovac. 400 Schüler besuchen die Eichendorffschule; der vor einigen Jahren von einer Referendarin angeregte Obsttag werde aus Spenden bestritten. „Durch die Förderung aus der Päckchenversteigerung können wir den Obsttag für lange Zeit finanzieren“, sagt Dominik Schopper vom Schulförderverein.

Das ambulante Palliativteam, das täglich rund 30 Patienten versorgt, weiß auch schon, wie der Auktionserlös genutzt werden soll. „Wir möchten das Geld etwa für Aromatherapien, Mundöle oder anderes nutzen, was unseren Patienten etwas Erleichterung verschafft“, sagt Leiterin Sonja Schröder. Seit acht Jahren versorgt das am Sana-Klinikum angesiedelte Team aus Pflegekräften und Ärzten todkranke Menschen in Stadt und Landkreis.

„Dass wir für einen guten Zweck bieten, ist der besondere Reiz“, sagt Bernd Baller. Für ihn und seine Frau Anna Baloszek ist die Päckchenversteigerung ein fester Termin im Jahr. Sechs Päckchen haben beide schon ersteigert, als sie mit einer anderen Gruppe, die ebenfalls alljährlich mitbieten, ein regelrechtes Bietergefecht liefern. Für 230 Euro, den höchsten Betrag an diesem Tag, ersteigert Baloszek schließlich das von Michael John gestiftete Paket. „Wir werden am Adventssonntag mal reinschauen, was wir eigentlich erstanden haben“, sagt sie und lacht.

6985 Euro stehen am Ende auf der Haben-Seite von Pro Offenbach und dem City-Management für beide Projekte. „Ein zu krummer Betrag“, findet Kohlweyer und rundet selbst auf 7000 Euro auf.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Weihnachtsmarkt in Frankfurt

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