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OB-Wahl Schwenke wird Oberbürgermeister in Offenbach

Offenbach hat einen neuen OB. Der SPD-Kandidat setzt sich in der Stichwahl mit Zweidrittelmehrheit gegen Freier (CDU) durch.

OB-Wahl
Der Amtsinhaber und sein Nachfolger: Horst Schneider (rechts) und Felix Schwenke (beide SPD). Foto: Rolf Oeser

Der neue Oberbürgermeister von Offenbach heißt Felix Schwenke. Der SPD-Politiker und ehrenamtliche Stadtrat setzte sich  gestern in der Stichwahl überdeutlich gegen den CDU-Kandidaten Peter Freier durch. Schwenke erhielt 66,9 Prozent der Stimmen, Freier kam auf 33,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug 44 Prozent.

Schon kurz nach 20 Uhr hatten die ersten Ergebnisse vorgelegen. Für Schwenke wurden 59,4 Prozent der Stimmen angezeigt. Den CDU-Anhängern im vollen und stickigen Klingspor-Museum, in das die Stadt zur Wahlparty eingeladen hatte, entfuhr ein Stöhnen. Doch es sollte noch schlimmer für ihren Kandidaten kommen.

Schwenke tritt Ende Januar die Nachfolge von Horst Schneider (SPD) an, der nach zwölf Jahren an der Rathausspitze nicht mehr kandidiert hatte. Der 38-Jährige wird der jüngste Offenbacher Oberbürgermeister seit 1945 sein.

Zwar wurden zunächst die Offenbacher Wahlbezirke der Bundestagswahl ausgezählt. Doch ein Trend für die OB-Wahl zeichnete sich schon früh ab. Gegen 20.30 Uhr erschien Schwenke gemeinsam mit seiner Frau Viola, Horst und Constanze Schneider. Lauter Beifall brandete auf. Freier erschien erst eine knappe Stunde später.

Für beide Kandidaten und auch Parteien    hatte mit dieser OB-Wahl viel auf dem Spiel gestanden. Die SPD war zwar vor anderthalb Jahren als stärkste Kraft knapp vor der CDU aus der Kommunalwahl hervorgegangen. Sie wurde aber kalt davon erwischt, dass ihre alten Koalitionspartner Grüne und Freie Wähler sowie die FDP mit der CDU ein neues Bündnis schmiedeten. Für die SPD ging es darum, einen weiteren Machtverlust zu verhindern.

Die CDU dagegen hatte gehofft, mit dem hauptamtlichen Stadtrat und Kämmerer Freier erstmals seit gut 30 Jahren wieder das Stadtoberhaupt stellen zu können und gleichzeitig im Stadtparlament das Sagen zu haben. Das ist ihr nicht gelungen. Der siegreiche Genosse sagte, er habe mit diesem Ergebnis „nicht ansatzweise gerechnet“.

Seinen Erfolg führte er auch auf die Unterstützung durch seine Partei zurück, die sich nach den Ereignissen 2016 nicht „zerfleischt“ habe, sondern geschlossen aufgetreten sei. Freier sagte nichts zu seinem schlechten Abschneiden. Er verlangte, von Schwenke müsse die Initiative ausgehen über die künftige Zusammenarbeit im Magistrat. Er werde den neuen OB an seinen Taten und nicht an den Worten messen.

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