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Nuon Kraftwerk wird verkauft

Der niederländische Energieversorger Nuon zieht sich aus seinem Großkraftwerksprojekt in Industriepark Frankfurt-Griesheim zurück.

Der niederländische Energieversorger Nuon zieht sich aus seinem Großkraftwerksprojekt in Frankfurt-Griesheim zurück. Das ist einer Meldung auf der Webseite von Nuon zu entnehmen. Das Unternehmen verhandelt mit regionalen Energieversorgern über einen Verkauf des Kraftwerks, dessen erste Entwicklungsphase laut Nuon abgeschlossen ist. Aus Führungskreisen verschiedener Energieunternehmen im Rhein-Main-Gebiet wurden Verkaufsgespräche bestätigt; diese könnten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, hieß es. Zum möglichen Verkaufspreis gab es keine Informationen.

Im Industriepark Griesheim wollte Nuon für 250 Millionen Euro Investitionskosten ein Gaskraftwerk mit 450 MW Leistung bauen, dass etwa 700000 Haushalte mit Strom versorgen könnte. Baubeginn sollte im Sommer 2008 sein, Lieferstart drei Jahre später. Nach Angabe von Nuon wurde ein Erbbauvertrag mit Grundstückseigner Clariant abgeschlossen. Auch die Anbindung des Kraftwerks an das Hochspannungsnetz von Eon sowie die Gas-Pipeline seien unter Dach und Fach. Nuon habe auch bereits Genehmigungen für das Elektrizitätswerk und die Strom- sowie Gasanbindung erhalten.

Hintergrund der Nuon-Entscheidung ist die Übernahme der Niederländer durch den Energiekonzern Vattenfall mit Wirkung vom 1. Juli 2009. Die EU-Wettbewerbsbehörde hatte Vattenfall die Auflage gemacht, sich vom Nuon-Geschäft in Deutschland zu trennen. Nach Angaben von Nuon ist Deutschland kein Zielmarkt mehr, man konzentriere sich nun darauf, im belgischen und niederländischen Markt zu wachsen.

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