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NPD-Politiker Waffenfund bei Jörg Krebs

Gegen den früheren NPD-Politiker Jörg Krebs laufen Ermittlungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. In der Wohnung des Rechtsextremen wurde offenbar eine nicht gemeldete Waffe gefunden.

18.01.2016 08:52
Jörg Krebs (rechts) war bis zu seinem Austritt als hessischer Landesvorsitzender der NPD auf rechten Demonstrationen anzutreffen. Foto: Sascha Rheker/attenzione

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Stadtverordneten und ehemaligen Landeschef der NPD, Jörg Krebs, wegen unerlaubten Waffenbesitzes. Das berichtet der Hessische Rundfunk. Nach Informationen des Magazins „defacto“ haben Polizisten in der Wohnung des mittlerweile parteilosen Stadtverordneten eine Pistole gefunden, für die er keinen Waffenschein hat.

Krebs war von 2008 bis 2012 Vorsitzender der NPD Hessen. Bis Juni 2015 vertrat er die extrem rechte Partei auch im Römer, dann verließ er die NPD im Streit. Er kritisierte seine Nachfolger im Vorstand dafür, sich an den ersten Pegida-Kundgebungen in Frankfurt beteiligt zu haben, bei denen Organisatorin Heidi Mund sich proisraelisch positionierte. Außerdem sei die hessische NPD ein „organisatorischer Saustall“. Inzwischen wirbt Krebs im Internet für die Neonazi-Splitterpartei „Der Dritte Weg“. Er hetzt auf seiner Facebookseite gegen Flüchtlinge und verbreitet Inhalte mit Bezug zum historischen Nationalsozialismus.

Der SPD-Stadtverordnete Christian Heimpel forderte das Präsidium des Parlaments auf Twitter auf, einen Ausschluss von Jörg Krebs zu prüfen. (geo/mas)

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