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Niederursel Tanzen als Energie-Ventil

340 Nachwuchstalente beteiligten sich an der Newcomer-Trophy. Für viele ist das Tanz-Turnier ein Test für den Einstieg in die Liga.

Newcomer-Trophy
340 Tänzer traten beim Abschlussturnier der Hessischen Tanzsportjugend, der Newcomer-Trophy für Formationen Jazz- und Modern Dance und HipHop, in der Ernst-Reuter-Schule an. Hier die Blackberries vom TV Harheim . Foto: Monika Müller

Zum Aufwärmen geht’s ins Kalte. Vor der Sporthalle der Ernst-Reuter-Schule in Frankfurt tanzen sich am Samstagnachmittag einige Gruppen ein. Hüftschwünge, ausladende Arm- und Beinbewegungen sowie Pirouetten: alles möglichst synchron. Während in der Halle laute Musik aus großen Boxen dröhnt, behelfen sich die Trainer auf dem Schulhof mit den Lautsprechern ihrer Handys als Begleitmusik zu den einstudierten Choreographien.

Bei der „Newcomer-Trophy“ der Hessischen Tanzsportjugend sind 340 Nachwuchstänzer dabei, die gruppenweise Jazz- und Modern Dance sowie Hip-Hop-Tänze präsentieren. Aus ganz Südhessen sind sie angereist. Teams der Freien Turngemeinde, des TV Harheim sowie des TSC Schwarz-Weiß-Blau sind als Frankfurter Lokalmatadoren dabei. 27 Gruppen messen sich in unterschiedlichen Altersklassen miteinander. Die jüngsten Teilnehmer sind fünf, die ältesten 30 Jahre alt.

„Haut rein, gebt alles“ ruft Trainerin Kim Schneider ihren Schützlingen, den „Glimmer Flames“ des TV Dieburg/TSV Braunshardt zu, als deren Auftritt naht. Die 22-Jährige macht ihnen die Anfangsgeste vor: die Hände in die Hüfte gestemmt. Dann laufen die Neun- bis Zwölfjährigen in einheitlichen silbernen Blousonjacken los. Unter ihnen ist auch die zwölfjährige Amna. Sie weiß genau, warum sie gerne tanzt, berichtet sie vor dem Auftritt: „Weil man einfach die ganze Power rauslassen kann. Ich finde, das entspannt.“

Voller Energie fegen alle Nachwuchs-Tänzer vor rund 300 Zuschauern über das Parkett. Mehrere Monate haben viele Gruppen dafür geprobt. Besonders gelungene Aktionen werden mit anerkennenden Zwischenrufen honoriert. Das passiert auch, als der einzige Junge bei den Glimmer Flames, der neunjährige Thyler, einen Kopfstand macht und sich dabei in bester Breakdance-Manier dreht. „Das ist ziemlich leicht“, berichtet er nach dem Tanz, etwas aus der Puste.Man brauche nur eine Mütze, die er bei dem Kopfstand als Polsterung auf dem Kopf trägt und danach zur Seite wirft.

Zum zehnten Mal wird der Tanzwettbewerb vom TSC Schwarz-Weiß-Blau Frankfurt veranstaltet. In diesem Jahr ist er erstmals Teil einer zweiteiligen Turnier-Reihe – daher der Name „Newcomer-Trophy“. Das erste Turnier, bei dem die Teams Punkte für eine Gesamtwertung sammeln konnten, war im Juni in Maintal gewesen. „Wir wollen den Mannschaften, die noch nicht in Ligen tanzen mehrere Turniere anbieten“, sagt Anne Heußner, Leiterin der Tanzsportabteilung, die Teil der TSG Nordwest 1898 Frankfurt ist.

Gewertet wird bei der Trophy nach den Regeln der Jazz- und Modern Dance Liga des Deutschen Tanzsportverbandes. So könnten die Formationen die Turniere als Test für einen Einstieg in die Liga nutzen. Für das kommende Jahr sind sogar drei Turniere geplant. Das erste wird am 25. Februar in der Rüsselsheimer Großsporthalle sein.

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