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Neue Zeiten mit Cervantes Spanischer Kronprinz eröffnet Kulturinstitut

Das spanische Kulturinstitut wird mit 3000 Quadratmeter Fläche die größte Niederlassung in Deutschland sein. Derzeit ist Spanien mit Instituten in Berlin, München und Bremen vertreten.

22.09.2008 11:09
Matthias Arning
Das spanische Prinzenpaar Felipe und Felizia kommt nach Frankfurt, um das Instituto Cervantes zu eröffnen. Foto: AP

Im Grunde ist mit dieser freundlichen Geste an das im Foyer des Instituto Cervantes wartende Quartett alles gesagt: Nacheinander drückt Spaniens Kronprinz Felipe dem Präsidenten der Goethe-Institute, Klaus-Dieter Lehmann, dem Kulturdezernenten Felix Semmelroth, dem Goethe-Uni-Präsidenten Rudolf Steinberg und dem Chef der Buchmesse, Jürgen Boos, die Hände, ganz so als wolle er unterstreichen: Mit Ihnen, meine Herren, bricht für Cervantes in Frankfurt eine neue Zeit heran.

Denn die Vermittler der spanischen Sprache wie der dortigen Kultur, die ähnlich wie die bundesrepublikanischen Goethe-Institute überall in der Welt arbeiten, suchen die Kooperation: Mit den hiesigen Kulturtreibenden, die mit dem Institut an der Staufenstraße in der Nachfolge des vergangenen Amerika-Hauses einen Ort des Disputs finden.

Mit den Studierenden, die nur wenige hundert Meter nördlich an der Goethe-Universität eingeschrieben sind und sich fortan die Ruhe der großzügigen Bibliothek im Untergeschoss des Instituto Cervantes gönnen können; und mit der Frankfurter Buchmesse, der nach wie vor größten Literaturschau der Welt, die für sich einen Ort markiert, an dem sich früh absehen lässt, was kulturell perspektivisch passiert.

Vor der offiziellen Eröffnung des Instituto Cervantes in Anwesenheit des Thronfolgers und seiner Gemahlin, der Prinzessin Letitia, hatte der Leiter der spanischen Kultureinrichtung, Ignacio Olmos, mit der Universität wie mit der Buchmesse entsprechende Vereinbarungen getroffen. Damit wolle er sein Institut zu einem kulturellen Forum in dieser Stadt machen, das sich an alle Frankfurter richtet und sich als ein Teil dieser Stadt verstehe.

Das Frankfurter Institut ist bereits das vierte Instituto Cervantes in der Bundesrepublik. Andere Standorte sind Bremen, Berlin und München. Insgesamt verfügen die Spanier über 40 Zweigstellen in mehr als 30 Ländern. In der jüngsten Dependance im Frankfurter Westend bietet man Sprachkurse, kulturelle Darbietungen und politische Debatten an. Zum Auftakt kamen am Montag Abend der spanische Literat Jorge Semprun und der deutsche Intellektuelle Hans Magnus Enzensberger miteinander ins Gespräch.

www.cervantes.de

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