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Netzausbau in Fulda Stromtrassen-Kritiker fordern gemeinsam Ausbaustopp

Kritiker von geplanten Stromleitungen verlangen einen Stopp des Netzausbaus. In Fulda stimmten die Aktionsbündnisse ihr Vorgehen ab. Und auch im Nachbarbundesland Thüringen gibt es Proteste.

25.03.2018 17:25
Erdkabel
Prototypen für Erdkabel liegen unter einer Hochspannungsleitung. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

Gegner der geplanten Stromtrassen in Deutschland haben einen Stopp des Stromnetzausbaus gefordert. Sie seien gegen überdimensionierten Netzausbau und für eine dezentrale Energiewende, erklärten mehrere Aktionsbündnisse laut einer Mitteilung des Bundesverbands der Bürgerinitiativen gegen Südlink. Zu einem Treffen am Samstag kamen 200 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Industrie, Verbänden und Bürgerinitiativen in Osthessen zusammen.

Die Kritik der Aktionsbündnisse richtet sich gegen sogenannte HGÜ-Leitungen (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung). Darunter fallen die Projekte Ultranet im Westen Deutschlands, Südlink von der Nordsee nach Süddeutschland und Südostlink im Osten. Die Aktionsbündnisse kritisierten das bisherige Planungsverfahren scharf. Sie riefen die Gegner der Projekte zur Geschlossenheit auf. Es sei eine gemeinsame Linie gegen die Trassen erforderlich. Von der Politik forderten die Kritiker neben einem Ausbaustopp ein planvolleres Vorgehen. Nötig seien ein ressortübergreifender Plan für die Energiewende und ein Energiewende-Gesetz.

Auch in Thüringen gibt es Widerstand gegen eine Stromtrasse: Mit einer Menschenkette in Fambach (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) haben am Sonntag etwa 3000 Menschen gegen den geplanten Bau der Südlink-Stromtrasse durch Teile des Landes protestiert. Die Teilnehmer versammelten sich entlang der früheren Bundesstraße 19, um ihrem Unmut über die vom Netzbetreiber Tennet favorisierte Streckenvariante durch Rhön, Werratal und Hainich Luft zu machen. Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) kritisierte, dass ein Alternativvorschlag zur Trassenführung „einfach vom Tisch gewischt“ worden sei. (dpa)

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