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Museen in Hessen Wie sich Hessens Museen um junge Besucher bemühen

In den Sommerferien bietet sich für Kinder und Familien ein Museumsbesuch an. Daher richten viele Ausstellungshäuser in Hessen Angebote speziell an junge Besucher.

07.07.2018 20:13
Schulklassen im Städel-Museum
Hochbetrieb herrscht im Städel Museum, wo Grundschüler das von Claude Monet 1868 geschaffene Gemälde "Das Mittagessen" (M) abmalen. Foto: Roland Holschneider (dpa)

Malen, sich verkleiden oder eine Ausstellung planen - Museen in Hessen lassen sich eine ganze Reihe an Dingen einfallen, um Kinder bei einem Museumsbesuch bei Laune zu halten. Hier eine Auswahl dessen, was die Ausstellungshäusern jungen Besuchern bieten:

MINISCHIRN FRANKFURT: Farben mixen, fühlen oder über den eigenen Schatten springen: In der Kunsthalle Schirn gibt es einen Spiel- und Lernparcours für Kinder von drei Jahren bis ins Grundschulalter. Die Minischirn ist aufgebaut wie ein riesiges Baumhaus. Verschiedenste Objekte laden zum Anfassen, Zusammenbauen und Auseinandernehmen an - Gucken, Nachdenken und Lesen sei genauso erlaubt, heißt es. Derzeit ist die Schirn wegen Umbaus allerdings geschlossen - bis zum 22. August.

JUNGES MUSEUM FRANKFURT: Früher hieß es Kindermuseum, jetzt will das „Junge Museum“ eine etwas ältere Zielgruppe der „Kids“ von sieben bis zwölf Jahren ansprechen. Im gerade für viele Millionen neugebauten Historischen Museum sind auf 600 Quadratmeter unter anderem ein historisches Schulzimmer, eine alte Drogerie, eine Urgroßmutter-Küche, ein Kolonialwarenladen, ein Raum mit historischem Spielzeug, ein Schattentheater und ein Familienzimmer zu sehen.

„Es verknüpft die heutige Lebenswelt mit der Geschichte und macht sie nacherlebbar“, sagte Museumsdirektor Jan Gerchow. Die Umbenennung zum „Jungen Museum“ begründet er damit, dass Kinder heute nicht mehr gern als Kinder bezeichnet würden und Jugendliche sich vom alten Namen nicht angesprochen gefühlt hätten.

Wer schon immer einmal mit dem Teppich über Frankfurt fliegen wollte, kann dies im DEUTSCHEN FILMMUSEUM FRANKFURT tun. Kinder und Jugendlichen können in einem digital ausgerüsteten Filmstudio und Werkstatträumen die Faszination des Mediums experimentell erforschen. Aus unterschiedlichen Fotos und Videos kann man einen Hintergrund wählen und sich dann vor dem „Bluescreen“ in eine neue Welt versetzen. Zur Erinnung kann ein Foto mit nach Hause genommen werden.

Das SENCKENBERG-MUSEUM hat Angebote für alle Altersgruppen - von der Schnupperstunde für Kinder ab drei Jahren, die erstmals mit einem Museumsbesuch vertraut gemacht werden und einen Fisch auf seiner Reise durch das Meer begleiten bis zu einem Angebot für „Jungforscher“ im Alter von sieben bis zehn Jahren, die auch in den Museumswerkstätten noch einmal eine Aktion zu den ungewöhnlichsten Säugern der Erde erleben können. Für vier- bis sechsjährige Kinder gibt es außerdem die Tour „Abenteuer Museum“, bei der es vor allem um die Unterwasserwelt geht. Eine „Reise in die Urzeit“ wird jeweils Montags um 15 Uhr als spezielle Sommerferienführung für Familien angeboten.

Im Hessischen Landesmuseum in DARMSTADT zahlen Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren keinen Eintritt. Wenn Großeltern mit ihren Enkeln kommen, ist es auch für sie an den „Großelterntagen“ deutlich billiger. Eine Handpuppe mit dem Namen „Museumsdirektor Dinkeltaler“ hilft 4- bis 6-Jährigen an bestimmten Tagen, das Museum zu entdecken. Besonders originell geht es bei den Angeboten für Kindergeburtstage zu. Dabei können sich die Kinder in die Zeit der Römer versetzen und lernen wie diese eine Toga anlegten oder Gladiatorenkämpfe organisierte. Kuriose Tiernamen sind ein anderes Thema. Dabei müssen die Kinder Tiere wie „Hasenrehhörnchen und Kasuarbockel“ in der Sammlung finden und herausfinden, was es mit den Namen auf sich hat. Oder es geht mit der Beutelratte Frieda nach Messel und zu seinen vielen Millionen Jahren alten fossilen Schätzen.

In KASSEL haben Grundschüler die Möglichkeit, im Hessischen Landesmuseum eine eigene Ausstellung zu planen, umzusetzen und in einem speziellen Bereich zu präsentieren. „Mein Ding! Deine Geschichte! Unser Museum!“ ist ein zweiwöchiges Projekt der Museumslandschaft Hessen-Kassel (mhk) und mehrerer Kooperationspartner. „Das Projekt wird durch einen Online-Auftritt begleitet, der aktuell im Aufbau ist und von den teilnehmenden Kindern im Laufe des Projekts mit Videos, Bilder und Beiträgen gefüllt wird“, sagt eine mhk-Sprecherin.

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