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Mühlheim Brandstiftung bei manroland

Ein Feuer, das am Donnerstagmorgen im Verwaltungsgebäude von manroland in Mühlheim ausgebrochen ist, wurde vorsätzlich gelegt.

Das Feuer bei manroland wurde offenbar gelegt. Foto: Renate Hoyer

Ein Feuer, das am Donnerstagmorgen in den Räumen des Druckmaschinenherstellers manroland in Mühlheim gewütet hat, ist höchstwahrscheinlich absichtlich gelegt worden. „Die Kriminalpolizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus“, erklärte Andrea Ackermann vom Polizeipräsidium Südosthessen im Gespräch mit der FR. Die Ermittlungen seien allerdings noch in vollem Gange. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund eine Million Euro; verletzt wurde niemand.

Die Brandmeldeanlage des Unternehmens hatte um 3.27 Uhr bei der Feuerwehrleitstelle in Dietzenbach Alarm geschlagen. Laut Lars Kindermann, Stadtbrandinspektor von Mühlheim, bekämpften dann rund 70 Feuerwehrleute aus Mühlheim, Dietesheim, Lämmerspiel und Rodgau das Feuer, das im vierten Stock des manroland-Verwaltungsgebäudes an der Borsigstraße wütete.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war das fünfstöckige Gebäude schon stark verraucht. Die Wehrmänner versuchten zunächst, den Brand über die Drehleiter zu löschen, schreckten aber zurück, als sie erkannten, dass die Innenscheiben der doppelt verglasten Fenster durch die große Hitze bereits geplatzt waren. Deshalb mussten zuerst die verrauchten Treppenräume belüftet werden, damit die Einsatzkräfte mit schwerem Atemschutz die Wasserversorgung nach oben aufbauen, den Brand von innen bekämpfen und so die Raumtemperatur senken konnten. Erst danach wurden die Fenster der großen Glasfassade eingeschlagen, und der Brand konnte auch von außen gelöscht werden.

Im Inneren standen Tische, Stühle, Computer und der Teppichboden in Flammen, die Brandschutztüren verhinderten aber, dass sich das Feuer weiter ausdehnen konnte. Die Wehrmänner entdeckten dabei zwei Brandstellen, die relativ weit auseinanderlagen. Das Großraumbüro mit rund 900 Quadratmetern Fläche ist komplett zerstört.

Die Firmenleitung organisierte Notumzüge, verteilte die Mitarbeiter auf andere Büros und in andere Gebäude. Ein Spezialunternehmen wurde angefordert, das nun die Brandreinigung vornimmt.

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