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Missbrauchsfall "Elisa" Kristina Schröder ist "entsetzt"

Die aus Hessen stammende Familienministerin Kristina Schröder ist entsetzt. Sie war selbst Schülerin an der Schule, an der vor 15 Jahren ein Sportlehrer ein 14 Jahre altes Mädchen schwängerte. Von Peter Hanack

Familienministerin Kristina Schröder. Foto: Andreas Arnold

Die aus Hessen stammende Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat sich entsetzt über den 15 Jahre zurückliegenden Missbrauchsfall an einer 14 Jahre alten Schülerin geäußert, "weil ich selbst Schülerin an dieser Schule war", wie sie sagte. Schröder besuchte die Schule im fraglichen Zeitraum. Wie die Frankfurter Rundschau am Samstag berichtete, hat der Sportlehrer Ralf S. (Name geändert) 1995 die minderjährige Schülerin geschwängert.

Eine Lehrerin begleitete Elisa (Name geändert) zur Abtreibung, die Eltern erfuhren erst Jahre später davon. Ein Disziplinarverfahren gegen Ralf S. wurde damals auf Drängen Elisas nicht eingeleitet, er ist noch im hessischen Schuldienst tätig, zurzeit ist er krankgeschrieben.

Auf ihrer Homepage informiert die Schule die Öffentlichkeit über die Vorkommnisse von 1995. "Wir bedauern dies sehr", erklärt die Schulleiterin dort, die erst 2004 ins Amt kam.

Der damalige, inzwischen pensionierte Schulleiter hat sich am Dienstag telefonisch bei der FR gemeldet und gesagt, er trage die alleinige Verantwortung für die damalige Entscheidung, die Vorkommnisse nicht öffentlich zu machen. Weder die Eltern noch die Schulaufsicht hatte er informiert. Es sei gut, dass nun alles aufgeklärt werde, allerdings habe er damals richtig gehandelt. Weitere Ausführungen zu seinen Beweggründen wolle er mit Blick auf das laufende Verfahren gegen Ralf S. nicht machen.

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