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Messe Frankfurt Die "Hair and Beauty" kommt zurück

Mehr Besucher, mehr Aussteller, mehr Umsatz. Die Messe Frankfurt will auch in diesem Jahr kräftig zulegen. Vor allem im Ausland wächst die weltweit drittgrößte Gesellschaft ihrer Art.

13.06.2008 00:06
PETER DIETZ

Mehr Besucher, mehr Aussteller, mehr Umsatz. Die Messe Frankfurt will auch in diesem Jahr kräftig zulegen. Das Management rechnet für 2008 mit einem Gesamterlös von rund 450 Millionen Euro; das entspräche einem Plus von sechs Prozent.

Vor allem im Ausland wächst die weltweit drittgrößte Messe-Gesellschaft. Ein Viertel des Konzernumsatzes und mehr als ein Drittel des Gewinns erwirtschaften die Frankfurter außerhalb Deutschlands. Von 112 organisierten Ausstellungen fanden lediglich 36 an der Heimatbasis Frankfurt statt. Vor allem in Asien ist die Gesellschaft aktiv, dort sollen weitere Marken etabliert werden.

Messechef Michael von Zitzewitz gab sich bei Vorstellung der Zahlen für 2007 optimistisch. Die Ziele seien übertroffen worden, das Unternehmen erfolgreich ins neue Jahr gestartet, sagte er.

Doch nicht alles lief glatt. Im Februar blitzten die Frankfurter mit ihrer Bewerbung um die "Games Convention" ab; der Zuschlag für die heiß umworbene Leitmesse der Computerspiele-Branche ging an die Konkurrenz in Köln. Fast zeitgleich mussten die Frankfurter auch noch die Ausstellung "Hair and Beauty" absagen - nur neuneinhalb Wochen vor dem geplanten Start; denn zuvor hatte mit dem Haarpflegehersteller Wella der wichtigste Aussteller seine Teilnahme storniert.

Die "Hair and Beauty" werde von 2009 an wieder jährlich stattfinden, sagte Geschäftsführer Michael Peters. Die wichtigste Ausstellung von Friseurhandwerk und Kosmetikindustrie werde dann aber nicht mehr im April, sondern parallel zur Konsumgüterausstellung "Beautyworld" Anfang Februar veranstaltet. Anmeldeschluss sei erst im Oktober, es sei aber die Absicht, Wella wieder als Aussteller in den Hallen zu haben, sagte Peters.

Wachstumschancen im Heimatmarkt sieht die Gesellschaft vor allem im Geschäft mit Kongressen. Fast 250 Veranstaltungen dieser Art hat die Messe auf ihrem Gelände im vergangenen Jahr ausgerichtet. Die Nachfrage sei so groß, dass das Hallenangebot vor allem zu Messe-Zeiten kaum ausreiche, sagte Geschäftsführer Uwe Behm. Deshalb soll die Kapazität ausgebaut werden.

Der Konzern plane den Betrieb eines weiteren Kongresszentrums mit bis zu 4000 Plätzen auf dem Gelände der "Skyline Plaza" (früher UEC) in direkter Nachbarschaft zur Messe. Verträge seien noch nicht geschlossen. Man verhandle derzeit mit der Immobiliengesellschaft Vivico, sagte Behm.

Mit dem Ausbau des Frankfurter Messegeländes rund um die neue Halle 11 liegt der Konzern laut Zitzewitz "absolut im Termin- und Budgetrahmen". 170 Millionen Euro investiert die Messe in den Bau; die Summe werde aus eigenen Mitteln finanziert.

Satter Markt in Deutschland

Die neue Halle mit mehr als 23 000 Quadratmetern Fläche soll bis zur nächsten Internationalen Automobilausstellung (IAA) im September 2009 fertig sein, erster Aussteller in dem zweigeschossigen Glaskomplex wird BMW sein. Richtfest ist laut Zitzewitz am 4. September.

Die Ausstellungsfläche vergrößert sich in Frankfurt dadurch nicht, da gleichzeitig ein anderer Teil der Messe verkleinert wird. Zitzewitz kritisierte die weitere Kapazitätserweiterung in Deutschland - etwa in Stuttgart: "Das hat den ohnehin schon gesättigten deutschen Markt noch weiter angeheizt." Auch weltweit würden die Messegelände rasant ausgebaut. Damit wachse auch die internationale Konkurrenz.

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