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Medien in Hessen Mehr Radioprogramme in Hessen

Zehn Anbieter bewerben sich um freie UKW-Frequenzen in Hessen. Die neuen Programme werden eine begrenzte Reichweite haben

Radioprogramme in Hessen
Das Sendezentrum auf dem Großen Feldberg im Taunus. Weil AFN hier nicht mehr sendet, gibt es in Hessen freie Frequenzen. Foto: Michael Schick

Eine Reihe freier Sendefrequenzen macht es möglich, dass die Hessen vom Sommer an gleich mehrere neue Radioprogramme hören können. Insgesamt zehn Anbieter haben sich um eine Lizenz für die acht UKW-Frequenzen beworben.

Dazu gehören Radio Teddy aus Potsdam, lulu.fm aus Köln, Rock Antenne aus Ismaning und radio B2 aus Berlin. Alle Anbieter besitzen eine bundesweite Zulassung. Das ist gemäß hessischem Privatfunkgesetz die Voraussetzung für die Bewerbung für eine der Frequenzen. Zurzeit prüft die Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR) die Bewerbungsunterlagen.

Wer den Zuschlag erhält, soll sich nach Auskunft einer Sprecherin in den nächsten Monaten entscheiden. Kriterien sind unter anderem, welchen Mix aus Unterhaltung und Information die Sender bieten und wie sie bereits vorhandene Angebote ergänzen.

Zahlen müssen die neuen Anbieter für die Lizenzen lediglich eine verhältnismäßig geringe Verwaltungsgebühr, wie die LPR-Sprecherin mitteilt. Es gibt also keine Versteigerung freier Frequenzen an den Höchstbietenden. Allerdings müssen sich die Anbieter dann noch mit den Betreibern der jeweiligen Sendeanlagen über die jeweiligen Nutzungsentgelte einigen. Seit Anfang des Jahres sind diese Anlagen vom bisherigen Betreiber media broadcast zu mehreren privaten Investoren gewechselt.

Die neuen Programme werden eine begrenzte Reichweite haben und je nach Standort zwischen 130 000 und 700 000 Hörer erreichen können. Zu hören sind sie in und um Darmstadt, Frankfurt, Friedberg, Gießen, Kassel, Marburg und Wetzlar.

In Hessen gibt es landesweit das öffentlich-rechtliche Angebot des Hessischen Rundfunks sowie des Privatsenders Hit Radio FFH. Die neuen Anbieter sollen das Programm jeweils auf regionaler Ebene ergänzen.

Die jetzt zu vergebenden Frequenzen wurden frei, nachdem das Deutschlandradio die ehemals vom amerikanischen Sender AFN genutzte reichweitenstarke Frequenz auf dem Feldberg im Taunus übernommen hatte. Zudem hatte das Klassik Radio seine bisher genutzten UKW-Frequenzen zum Jahresende zurückgegeben.

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