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Max-Beckmann-Preis 2010 Frankfurt ehrt Barbara Klemm

Sie sei "eine der bedeutendsten Fotografinnen und eine Künstlerin von Rang": Barbara Klemm wird mit dem Max-Beckmann-Preis 2010 der Stadt Frankfurt ausgezeichnet.

22.12.2009 15:12
Die Fotografin Barbara Klemm erhält den Max-Beckmann-Preis 2010. Foto: Andreas Arnold/FR

Frankfurt/Main. Die Fotografin Barbara Klemm erhält den Max-Beckmann-Preis 2010 der Stadt Frankfurt. Damit werde das Lebenswerk "einer der bedeutendsten Fotografinnen, einer großen Dokumentaristin und einer Künstlerin von Rang" gewürdigt, begründete die Jury die Auszeichnung nach Mitteilung vom Dienstag. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird alle drei Jahre zum Geburtstag des Malers Max Beckmann am 12. Februar verliehen.

Die 69-jährige Klemm gilt mit ihren Fotos als Chronistin der jüngeren deutschen Vergangenheit. Mehrere Jahrzehnte gehörte Klemm, die stets in Schwarz-Weiß arbeitet, der Redaktion der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" an. In ihren Fotos von Politikern wie Willy Brandt oder Helmut Schmidt schimmere in politisch dramatischen Situationen auch das Private dieser großen Persönlichkeiten durch, heißt es in der Begründung für die Auszeichnung weiter. Deshalb zählten diese Fotografien zu Recht "als Ikonen zum fotografischen Gedächtnis der bundesrepublikanischen Gesellschaft".

In ihren jungen Jahren wurde Klemm durch ihre Foto-Reportagen über die Studentenunruhen und Bilder von den Straßenkämpfen in Frankfurt bekannt. Sie widmete sich auch Künstlerporträts, zeithistorischen Momentaufnahmen oder Reisedokumentationen.

Die 1939 in Münster geborene Klemm wuchs in einer Künstlerfamilie in Karlsruhe auf. Klemm, die in Frankfurt lebt, ist Mitglied der Akademie der Künste (Berlin) und Honorarprofessorin an der Fachhochschule Darmstadt. Sie hat für ihre Arbeiten, die in vielen Ausstellungen gezeigt wurden, mehrere Preise erhalten.

Der Preis erinnert an Max Beckmann, einen der wichtigsten Vertreter des deutschen Expressionismus. Der Maler lebte von 1925 bis 1933 in Frankfurt und unterrichtete an der Städel-Kunstschule. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem der Maler Willem de Kooning (1984), der Videokünstler Bruce Nauman (1990) und die Malerin Maria Lassnig (2004). (dpa)

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