Lade Inhalte...

Mainz Speziallack gegen Wildpinkler

Mainz will weitere städtische Gebäude versiegeln. Das Besondere am Lack: Er lässt Urin zurück auf den Wildpinkler spritzen.

25.06.2018 07:37
Wildpinkeln in Mainz
Anwohner wehren sich. Foto: dpa

Die Stadt Mainz will einen Speziallack gegen Wildpinkler an zwei weiteren Gebäuden im Stadtgebiet anbringen. Künftig solle der Lack auch am Theater und am Stadthaus angebracht werden, sagte Sprecher Ralf Peterhanwahr. Die Stadt führe deswegen Gespräche mit dem Denkmalschutz, der der Maßnahme zustimmen müsse. Bislang ist der Lack lediglich am Mainzer Rathaus angebracht. „Wir werden die Stadt nicht mit dem Lack überziehen“, sagte Peterhanwahr.

Sein Einsatz mache aber dort Sinn, wo viel gefeiert werde. Wie viele andere Städte in Rheinland-Pfalz hat Mainz Probleme mit Wildpinklern. Seit zwei Jahren setzt die Landeshauptstadt zur Abschreckung auf den Speziallack: Am Rathaus soll er dafür sorgen, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Der Lack ist dermaßen wasserabweisend, dass der Urin regelrecht zurückspritzt.

Auch wenn der Lack bisher nur auf einer Wand angebracht worden sei, habe er sich bewährt, sagte Peterhanwahr. Und: „Die private Nachfrage war sehr groß. Wir haben vielen Bürgern den Kontakt zum Hersteller vermittelt.“

Die Kosten für die Pinklerabwehr belaufen sich auf 25 Euro pro Quadratmeter. Mit Blick auf Feste wie das Johannisfest sei der Lack aber nicht das einzige Mittel, um Wildpinkler abzuschrecken. „Wildpinkeln lohnt nicht“, sagt Peterhanwahr. Wer erwischt werde, müsse mit Bußgeldern in Höhe von 75 Euro rechnen. „Das Geld kann man auf den Festen besser gebrauchen“, sagte Peterhanwahr. (dpa)

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen