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Main-Kinzig Theater und Konzerte in historischem Ambiente

Für 1,8 Millionen Euro soll im Schlossgarten Wächtersbach eine Freilichtbühne mit 600 Plätzen entstehen

Tourismus
Mit einer Bühne, die so aussehen könnte, will der Kreis auch den Tourismus ankurbeln. Foto: Main-Kinzig-Kreis

Die Zuversicht unter den Kulturschaffenden ist groß: „Schauspiel unter freiem Himmel in einer historischen Umgebung ist eine tolle Perspektive für alle Theaterfreunde im Main-Kinzig-Kreis und darüber hinaus“, sagt Monika Fingerhut, Theaterpädagogin aus Jossgrund. Jens Weismantel, der im Kreis mehrere Orchester dirigiert, spricht von einem „hervorragenden Ort“. „Wir setzen sowohl auf die hiesigen Akteure als auch auf überregional bekannte Künstlerinnen und Künstler“, kündigt Landrat Erich Pipa (SPD) an.

Im Schlossgarten Wächtersbach soll eine Freilichtbühne mit etwa 600 Plätzen entstehen. Geplant ist, dass die Stadt als Bauherr auftritt und die Bühne später betreibt. Wegen der regionalen Bedeutung sei es aber „auch im Interesse des Main-Kinzig-Kreises, für den Bau dieses Kulturprojekts die einmaligen finanziellen Mittel bereitzustellen“, so Pipa. Nach Angaben von Kreissprecher John Mewes würden die Kosten für die Bühne bei etwa 1,8 Millionen Euro liegen. Der Kreistag soll am 5. Mai über das Vorhaben und die Finanzierung entscheiden. Die ersten Veranstaltungen könnten 2019 stattfinden, so Mewes.

Die Pläne werden auch in Hanau mit Interesse verfolgt. Hier gibt es bereits eine große Veranstaltungsstätte im Freien: Das Amphitheater, das im Park von Schloss Philippsruhe liegt, bietet 1350 Sitzplätze beziehungsweise 2700 Stehplätze. Dort werden etwa die Brüder-Grimm-Festspiele durchgeführt, treten Stars wie Nena auf. Für den Betrieb verantwortlich ist die Stadt.

Zwei wesentliche Gründe

Dass nun im östlichen Teil des Kreises eine Freilichtbühne errichtet werden soll, habe zwei wesentliche Gründe: Zum einen hätten zahlreiche Akteure aus der Kultur einen großen Bedarf an einer solchen Spielstätte angemeldet. Nach Angaben des Kreises gibt es hier allein 202 Musik- und Gesangvereine sowie 46 Theatergruppen. Zum anderen sieht der Kreis die Bühne im Wettbewerb mit anderen Regionen als „weichen Standortfaktor“ und will damit den Tourismus ankurbeln.

Deshalb beauftragte der Kreis ein Planungsbüro, einen geeigneten Standort zu finden und erste Pläne zu entwerfen. In Frage kamen auch Plätze in Gelnhausen, Bad Orb und Erlensee, doch die Wahl fiel auf den Schlossgarten in Wächtersbach. Das Areal sei ein „authentischer Ort“ mit genügend Platz für eine überdachte Sommerbühne mit 15 Sitzreihen.

Ein weiteres Argument: In der Nähe befinden sich die Kurstädte Bad Soden-Salmünster und Bad Orb mit insgesamt 4100 Gästebetten. In Wächtersbach wird derzeit das Schloss saniert und zum Rathaus umgebaut. Die Kosten inklusive Kauf beziffert Bürgermeister Andreas Weiher (SPD) auf 13 Millionen Euro. Zudem soll vieles in der Stadt umgestaltet werden. Zur Freilichtbühne sagt Weiher, dass man die Entscheidung der politischen Gremien abwarten müsse. Grundsätzlich wäre die Bühne eine gute Sache für den Kreis und für Wächtersbach, so Weiher. Es fehle an einer solchen Plattform, und sie könne zu einem Imagegewinn in Sachen Kultur beitragen.

 

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