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Love Family Park in Rüsselsheim 20.000 Raver tanzen

Die Premiere am Mainvorland ist ein Erfolg: 20.000 Raver tanzen beim Love Family Park in Rüsselsheim in sengender Hitze.

Love Famila Park
Mega-Party bei drückender Hitze. Foto: Claudia Kabel

Der Dresscode ist einfach: Es muss möglichst viel nackte Haut zu sehen sein, wie, ist egal. Alles tanzt und bewegt sich im Rhythmus der dröhnenden Bässe, die von vier Bühnen das Mainvorland in Rüsselsheim beschallen. Rund 20 000 Raver haben dort am Samstag bei Temperaturen von über 35 Grad beim Love Family Park (LFP) zwölf Stunden lang gefeiert. Es ist eines der Traditionsevents in Sachen elektronischer Musik.

Nachdem das Festival – laut Veranstalter Cosmopop ist es Deutschlands ältestes Tagesfestival – ein Jahr pausierte, feiert es jetzt sein Comeback. Von 1998 bis 2013 wurde der Love Family Park auf den Mainwiesen in Hanau veranstaltet. Aus Naturschutzgründen fand von 2014 bis 2016 die Großveranstaltung auf dem Mainzer Messegelände in Hechtsheim statt. Nach einem Jahr Pause sei „der LFP endlich wieder da wo er hingehört: auf einer grünen Wiese am Fluss“, freuen sich die Veranstalter. Offenbar ist die Location eine gute Wahl. Nicht nur dass die Tickets bereits im Vorfeld ausverkauft sind. Auch das Publikum scheint rundweg zufrieden: „Es ist nicht mehr so erdrückend. Man kann sich bewegen, ohne Angst zu haben, zertrampelt zu werden“, sagt Steffi. Sie ist aus Braunfels angereist. Früher war sie in Hanau dabei. Man treffe hier die selben Leute. „Wenn ich noch stehen könnte, würde ich weitertanzen“, sagt sie.

Auch die Musikauswahl stößt auf positive Resonanz. „Es ist deutschlandweit das einzige Festival mit so einem Line-up“, sagt Ingmar aus Leipzig und schwenkt gemeinsam mit Kumpel Steffen Schilder, mit denen sie die DJs auf den Bühnen anfeuern wollen. „Noch’n Bass im Ärmel?“, steht da zum Beispiel. Bässe haben die 21 Künstler, darunter Sven Väth, Butch und Solomun, durchaus mitgebracht. Die Unterschiede der Rhythmen und Klänge sind vielleicht für den Laien nicht gleich herauszuhören. Egal. Die Stimmung ist gut. Energydrinks, Bier und vor allem Wasser fließen in Mengen. „Sehr jung, super sympathisch, keine Aggressionen und überragende Musik“, fassen Tanita und Coco zusammen. Die beiden Frankfurter sitzen entspannt am Rand und blicken über die wogende Menge. Viele haben sich Decken zum Ausruhen mitgebracht. Für Abkühlung sorgen zwei Sprühnebelkanonen. Ein sechs Meter breiter Wasservorhang bringt zusätzliche Abkühlung. „Ernste hitzebedingte Zwischenfälle konnten vermieden werden“, fasst Marketingleiter Robin Ebinger tags darauf zusammen. Der Sanitätsdienst durfte noch am Abend dazu keine Stellung nehmen, da bei früheren Events zu viel negatives berichtet worden sei.

Gegen Ende ist das Gelände etwas vermüllt, das bleibt wohl nicht aus. Zumindest liegen keine Plastikbecher herum: Für die wurden zwei Euro Pfand erhoben. Veranstaltungsleiter Frank Eichhorn blickt schon in die Zukunft: „Wir hoffen, auch zukünftig hier eine feste Bleibe für den Love Family Park gefunden zu haben.“

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