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Leserbriefe

Nachttanzdemo endet mit Scherben und Krawallen, FR vom 4. Oktober

07.10.2008 00:10

Ja, es war nicht geschickt von den Organisatoren der Veranstaltung ihre Namen aus privat-rechtlichen Gründen nicht bekannt zu geben. Und ja, es war nicht geschickt von einigen Demonstranten ihre Aggressionen gegenüber der Staatsgewalt auszuleben und ja, es gab auf der Nachttanzdemo, wie auf jeder anderen auch, Demonstranten, welche schon mit einem starken Drang nach körperlicher Gewalt antraten.

Doch nein! Die Polizei reagierte trotz allem weder feinfühlig, noch kooperativ als Freund und Helfer, noch gerechtfertigt!

Lang bevor am Donnerstag Abend die ersten "Gewaltbereiten" ihrer Aggression freien Lauf ließen, sperrten unsere Freunde und Helfer zum Wahren der öffentlichen Sicherheit jegliche Fortführungsmöglichkeiten der eigentlich friedlichen Demonstration ab und zwangen so die Demonstranten in der Gutzkowstraße zu verweilen. Zum Ärger der Anwohner wie der Demonstranten.

Nie hatte ein einziger der Beführworter der Nachttanzdemo gewollt, dass über einen längeren Zeitraum hinweg die Nachtruhe einzelner Bewohner einer bestimmten Straße gestört würde.

Nie hat ein einziger Demonstrant sich etwas mehr gewünscht, als dass diese Demonstration friedlich abläuft.

Doch wenn bei einer Veranstaltung unter dem Titel "Gegen die Privatisierung des öffentlichen Raumes" kein Raum mehr frei zugänglich ist und mehr denn je das Gefühl von Staatsgewalt und Unterwürfigkeit vermittelt und verlangt wird, dann muss diese Staatsgewalt sich nicht wundern, wenn der eine oder andere Demonstrant ärgerlich wird. Gewalt ist nicht zu entschuldigen, Engstirnigkeit ebenso wenig. Ich selbst habe mich nie als antideutsch oder "Bullerei-Verachterin" verstanden, doch der Aufruf, "den Schweizer Platz nach Polizeigebot bitte umgehend zu verlassen" hat auch mich aufgebracht und verletzt.

Von einem öffentlichen Platz verwiesen zu werden hat mit Freiheit rein gar nichts zu tun. Und Einigkeit wird durch so etwas auch nicht erlangt. Von gleichem Recht für alle brauchen wir nicht zu sprechen in Erinnerung an die hermetisch abgeriegelte Grundsicherung der NPD-Veranstaltung im vergangenen Jahr.

Warum ausgerechnet ein Redakteur der Frankfurter Rundschau davon überzeugt ist, dass die Demonstranten den ersten Stein warfen, bleibt mir rätselhaft. Denn der erste Stein kam, in Worten und Taten, von der ausführenden Gewalt unserer Nation.

Merve Fritsch, Frankfurt

Gesungen, gelachtund getanzt

Eigentlich sollte die groß angekündigte Nachttanzdemonstration in Frankfurt stattfinden. Ich schreibe "sollte", da das Musikwagenaufgebot durch die Repressalien der Politik relativ klein war und zudem die Polizei durch ihren provozierenden Einsatz dafür gesorgt hat, dass der Zug knapp 1,5 Stunden an derselben Stelle stand, eingekesselt war und sich insgesamt nur knapp 500 Meter vom Ausgangspunkt entfernt hat.

Bis die Polizei völlig grundlos die Demonstration gestoppt und eingekesselt hat, verlief alles friedlich und unkompliziert. Rund um mich herum wurde gesungen, gelacht und getanzt. Erst nachdem man dann eingekesselt wurde, wurden einige ausfallend.

Meiner Meinung nach war das von langer (CDU)-Hand geplant und sollte haargenau so ablaufen. Die Demonstranten schon vorher schikanieren, dann grundlos einkesseln und warten, bis nach äußerst langer Zeit jemand ausrastet. Und dann schön mit Knüppeln etc. die Veranstaltung auflösen.

Zudem sollten sich mal alle Bürger fragen, in wie weit solch ein Überaufgebot der Polizei bei so einer Veranstaltung von Nöten ist und warum die Polizei in gefährlichen Situationen nichts unternimmt, sondern lieber einen Teenager mit 13 Beamten abführt.

Mathias Mank, Frankfurt

Ich war am Samstag Morgen im NWZ und habe mir den grandiosen Auftritt von Fady Maalouf angehört und angesehen. Ich war begeistert von seiner kraftvollen und gefühlvollen Stimme und mit welcher Bühnenpräsenz dieser junge Künstler die Bühne füllt. Es war ein grandioser Auftritt und was Sie als Texthänger bezeichnen kann ich nicht nachvollziehen.

Er hat live gesungen, da wandelt jeder Künstler die Texte um. Gerade das macht ja den Liveauftritt aus. Aber da ja fast nur noch alle Playback singen fällt es wohl einigen schwer es zu verstehen. Des Weiteren möchte ich gegen die abfällige Bemerkung protestieren es wurden 150 Fanclub-Mitglieder mit einem Bus angekarrt. Also ich bin mit meinem Mann mit dem Auto angereist, und wir haben keinen Kilometer bereut.

Was ich zu bemängeln habe, ist die Organisation der Security  im NWZ, die leider durch die Sicherheitskräfte oft den kompletten Blick auf die Bühne versperrte. Da hätte man sicher bessere Möglichkeiten für die Zuschauer finden können.

Ich bin mir sicher, dass wir noch viel von Fady Maalouf hören werden. Angela Kohlrusch, Langwedel

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