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Laubach Freizeitpark im Wald

Mit bis zu 100.000 Besuchern im Jahr rechnet Karl Georg Graf zu Solms-Laubach für seinen 80 Hektar große Entdeckungswald. Der neue Freizeitpark soll am 1. Juli eröffnen.

06.04.2009 17:04
Die Deutschen haben ein besonders inniges Verhältnis zum Wald, heißt es. Der Graf zu Solms-Laubach will das nutzen und richtet einen Waldpark namens Grünes Meer bei Laubach ein. Foto: dpa

Laubach. Baumwipfelweg, Wildgehege und Robin-Hood- Dorf: Im mittelhessischen Laubach (Landkreis Gießen) entsteht mitten im Wald ein natürlicher Freizeitpark. "Der Entdeckungswald ist ein Freizeitpark in der Natur. In ihm haben Menschen die Möglichkeit, spielerisch die Natur kennenzulernen. In seiner Art ist er einzigartig in Hessen", sagte Karl Georg Graf zu Solms-Laubach am Montag bei der Vorstellung des Konzepts in Laubach.

Der 80 Hektar große Entdeckungswald gehört zum etwa 5000 Hektar großen Waldgebiet des Grafen. Der Freizeitpark soll am 1. Juli eröffnet werden. Etwa 1,5 Millionen Euro hat der Graf in das Projekt investiert. Mit bis zu 100000 Besuchern rechnet er im Jahr.

In dem 80 Hektar großen Waldgebiet wird ein zwei Kilometer langer Weg die Besucher zu verschiedenen Stationen führen. Dazu gehören ein 35 Meter hoher Aussichtsturm, der über den höchsten Wipfeln thront - ein Aluminiumsgerüst, das bepflanzt sein wird und in dessen Mitte eine Wendeltreppe in die Höhe führt.

"Von dort oben hat man eine wunderbare Aussicht in die Natur, man schaut in ein grünes Meer, was dem Entdeckungswald auch seinen Namen eingebracht hat", sagte Graf zu Solms-Laubach.

"Waldklassenzimmer" für Schulklassen

Ein Baumwipfelweg wird die Besucher in drei bis zwölf Metern Höhe von Baum zu Baum führen. Im Wildgehege können Auerochsen und Hirsche beobachtet werden, und Ferngläser an markierten Stellen ermöglichen den Blick auf seltene Fledermäuse und Vogelarten wie den Grauspecht und den Schwarzstorch. Im Robin-Hood-Dorf können Kinder auf Bäumen auf Abenteuersuche gehen. Damit neben dem Spaß auch das Pädagogische nicht zu kurz kommt, wird es ein Waldklassenzimmer geben, das von Schulklassen genutzt werden kann.

Daneben bezieht das Konzept des Entdeckungswaldes auch die Archäologie mit ein. Seit 2004 werde mit den Grabungen in der Wüstung Baumkirchen im Laubacher Wald auch archäologisch geforscht, sagte Landesarchäologe Prof. Egon Schallmayer. Für die Fortführung der Forschungen der Landesarchäologie gibt der Graf laut Schallmeyer Geld für die Beschäftigung von zwei Mitarbeitern in diesem Jahr.

In nachgestellten Grabungsstellen können Besucher des Entdeckungswaldes selbst nach archäologischen Schätzen suchen.Karl-Georg Graf zu Solms-Laubach bewohnt mit seiner Frau und seinen vier Kindern in der 18. Generation das Schloss in Laubach. Seit etwa fünf Jahren steht das Schlossareal mit Park, Museum, Gastronomie und wechselnden Ausstellungen der Öffentlichkeit offen. (lhe)

www. schloss-laubach.de

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