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Verhinderte Abschiebung Kabul nennt fragwürdige Gründe für Rückweisung

Der von Afghanistan nach einer Abschiebung zurückgeschickte Straftäter ist wieder in Hessen. Kabul gibt mehrere Gründe an, deutsche Behörden widersprechen.

Sammelabschiebung vom Muenchner Flughafen
Sammelabschiebung (Symbolbild). Foto: Lukas Barth (epd)

In Deutschland herrscht Unklarheit darüber, warum Afghanistan einen 23-jährigen Mehrfach-Straftäter zurückgeschickt hat, der aus Hessen in das Land am Hindukusch abgeschoben worden war. Das Bundesinnenministerium teilte der Frankfurter Rundschau auf Anfrage mit, Kabul habe Zweifel an der afghanischen Staatsangehörigkeit des Mannes geäußert. Nach Angaben des hessischen Innenministeriums hatte das afghanische Generalkonsulat seine Identität aber zuvor bestätigt.

Das Bundesinnenministerium berichtete auch, die afghanische Seite habe „medizinische Gründe“ vorgebracht. Das hessische Ministerium wies darauf hin, dass der Mann ärztlich untersucht und ihm die Flugtauglichkeit bescheinigt worden sei.

Der Mann, der zuletzt im nordhessischen Schwalmstadt im Gefängnis gesessen hatte, war in der Nacht zum Dienstag mit einem Sammel-Abschiebeflug von München nach Kabul gebracht worden. Von dort wurde er aber zurückgeschickt, wie die FR am Mittwoch berichtet hatte.

Am Dienstagabend traf er nach Angaben der Behörden in München ein. Der Mann sollte wieder in die Vollzugsanstalt gebracht werden, aus der er gekommen war. Verurteilt worden war er unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, besonders schweren räuberischen Diebstahls und versuchter Nötigung. 

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