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Tierkrankheit Vorbereitungen auf die Afrikanische Schweinepest

Die Einzäunung der Raststätten wird geprüft. Auch gibt es keine Schonzeit für Keiler und Bachen.

Wildschwein
Um die Ausbreitung der Schweinepest zu verhindern, soll es den Wildschweinen an den Kragen gehen. Foto: dpa

Hessen wappnet sich für den Ernstfall: „Wir bereiten uns schon seit Längerem auf den Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest vor und haben zielgruppengenaue Maßnahmen zur Vorbeugung, Früherkennung und Aufklärung eingeleitet“, teilte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Montag in Wiesbaden mit. In Deutschland ist die für Menschen ungefährliche Tierkrankheit noch nicht ausgebrochen. Doch es gibt Fälle in Tschechien und Polen.

Im Doppelhaushalt 2018/19 habe Hessen jährlich eine halbe Million Euro für Prävention und eine eventuelle Bekämpfung eingestellt, sagte die Ministerin. 30 Euro Prämie erhalten demnach Jäger und Förster, die Proben von tot aufgefundenen Wildschweinen an die zuständige Veterinärbehörde schicken.

In einer Expertenrunde habe das Ministerium weitere vorbeugende Schritte beraten und beschlossen. So sollen Plakate Fernfahrer an Raststätten darauf hinweisen, dass Reste von Reiseproviant in Abfallbehälter entsorgt werden sollen. Auch andere osteuropäische Arbeitskräfte würden vermehrt über den fachgerechten Umgang mit Schweinefleischprodukten aufgeklärt. Der Landesbetrieb Hessen Mobil werde die Einzäunung der Raststätten überprüfen sowie defekte Abfallbehälter austauschen, sagte Hinz. „Damit soll verhindert werden, dass sich Wildschweine an entsorgten Essensresten anstecken.“ Eine geringere Population an Wildschweinen sei sinnvoll. Im Februar hatte Hessen die Schonzeit für Keiler und Bachen abgeschafft. Die Ministerin appellierte an den Handel, die Vermarktungsmöglichkeiten und das Angebot heimischen Wildbrets auszubauen. 

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