Lade Inhalte...

SPD Hessen SPD zieht mit Schäfer-Gümbel in die Landtagswahl

Die SPD Hessen nominiert Thorsten Schäfer-Gümbel mit knapp 95 Prozent als Spitzenkandidat. Er benennt seine Schwerpunkte für Hessen.

Parteitag SPD Hessen
Nach seiner Rede umarmt der hessische SPD-Parteivorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel (l) auf dem Landesparteitag der Sozialdemokraten in Frankfurt seine Frau Annette. Im Hintergrund Tochter Svenja. Foto: Boris Roessler (dpa)

Der hessische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel tritt als Spitzenkandidat der Sozialdemokraten bei der Landtagswahl im nächsten Jahr an. Der Parteitag am Samstag in Frankfurt nominierte den 48-jährigen Politologen zum Herausforderer von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Er hatte bei den Landtagswahlen 2009 und 2013 vergeblich für das Amt des Regierungschefs kandidiert.

Der Partei- und Fraktionsvorsitzende erhielt bei seiner Nominierung 296 von 313 gültigen Stimmen. Das entspricht einer Zustimmung von 94,6 Prozent.

Der Spitzenkandidat kündigte an, Wohnungsbau, eine Verkehrswende und Bildung zu den Schwerpunkt seines Wahlkampfs zu machen. Außerdem gehe es um Anstand in der Politik, der unter den CDU-Regierungen der letzten fast 20 Jahre verloren gegangen sei.

Schäfer-Gümbel klagte ebenso wie der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), dass das Land Hessen das Gelände des Frankfurter Polizeipräsidiums möglichst teuer verkaufen wolle, statt es für günstige Wohnungen zur Verfügung zu stellen. „Der größte Wohnungsspekulant in dieser Stadt ist derzeit die hessische Landesregierung“, formulierte der Parteichef. Als Vorbild nannte Schäfer-Gümbel die Wohnungsbau-Politik des Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz (SPD) in Hamburg.

Schäfer-Gümbel bekräftigte, dass eine SPD-geführte Landesregierung die Gebühren für die Kinderbetreuung vollständig abschaffen wolle – und zwar für Kindergartenkinder ab 3 Jahren und für die kleineren U3-Kinder. Der Plan der schwarz-grünen Regierung, die Kindergartengebühren teilweise abzuschaffen, sei nicht nur halbherzig. Er zeuge auch von einem veralteten Familienbild, weil nur sechs Stunden Betreuung pro Tag freigestellt werden sollen.

Ministerpräsident Volker Bouffier und seine Hessen-CDU gingen offenbar davon aus, dass die Frauen nicht ganztags berufstätig seien. Das entspreche aber nicht dem Leben der Menschen. „Wir sind im Jahr 2017, nicht 1955“, rief Schäfer-Gümbel aus.

 

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen