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Schulen in Hessen Kakao ist ok

Kakao statt Milch als Pausengetränk an den Schulen in Hessen ist immer noch besser als gar keine Milch. Der FR-Kommentar.

Kakaoernte in Ghana
Kakaoernte in Ghana Foto: epd-bild/Jutta Ulmer

Zwei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland sind zu dick. Seit Jahren stagnieren die Zahlen auf diesem hohen Niveau. Die Ursachen sind schnell benannt: zu wenig Bewegung und falsche Ernährung. Wobei beide Faktoren häufig eine unheilige Allianz eingehen. Und Getränke eine große Rolle spielen.

Dabei sind es sicher nicht die Kakaotrinker, die das meiste Übergewicht mit sich herumschleppen. Es sind die zuckergesüßten Erfrischungsgetränke, sprich Cola, Eistee & Co., die bei den Heranwachsenden die Fettpolster provozieren, wie die Deutsche Adipositas-Gesellschaft jüngst noch einmal mitgeteilt hat.

Jetzt mag eine frische Vollmilch, am besten noch bio, gesünder sein als ein gezuckerter Kakao. Wenn nun Kakao aber von der Förderliste des Schulmilchprogramms gestrichen wird, wird dann tatsächlich stattdessen die pure Milch getrunken?

Wenn ein großer Lieferant fast 90 Prozent Kakao und zehn Prozent Milch verkauft, weil die Schülerinnen und Schüler eben so bestellen, dann liegt die Vermutung nahe, dass der Umstieg in Richtung Cola und anderem Süßpapp näherliegt als der zur Vollmilch.

Ergo: Kakao statt Milch als Pausengetränk ist immer noch besser als gar keine Milch. Hessen täte gut daran, den Kindern und Jugendlichen die Wahl zu lassen. Was nicht ausschließt, dass Aufklärung im Unterricht zum freiwilligen Umsteuern führen kann.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Hessen

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