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Rechtsextreme JN verschickt Kondome

Die "Jungen Nationaldemokraten" haben in einem Schreiben Journalisten und Kirchenvertreter dazu aufgefordert, keine Kinder zu bekommen. Betroffene prüfen nun rechtliche Schritte.

Die Nachwuchsorganisation der NPD macht Wahlkampf und verschickt Kondome an Journalisten und Kirchenvertreter. Foto: Sascha Rheker

Die „Jungen Nationaldemokraten“, Nachwuchsorganisation der rechtsextremen NPD, haben Politiker, Journalisten und Kirchenvertreter aus dem Wetteraukreis mit einem Brief dazu aufgefordert, keine Kinder zu bekommen. In dem Schreiben, dem jeweils ein Kondom mit dem Aufdruck „Für Ausländer und ausgewählte Deutsche“ beiliegt, heißt es, der Empfänger trage Verantwortung für „die unkontrollierte Einwanderungspolitik und den damit verbundenen Bevölkerungsaustausch in unserem Land“ sowie „die demographische Katastrophe unseres Volkes“.

"Mehr als geschmacklos"

Nach Informationen der FR ging das Schreiben unter anderem an einen evangelischen Pfarrer und einen Redakteur der „Wetterauer Zeitung“. Der Bürgermeister von Wölfersheim, Rouven Kötter (SPD), der den Brief ebenfalls erhielt, sagte der FR, die Aktion mache ihn „fassungslos“. Die völkische Rhetorik des Schreibens sei „mehr als geschmacklos“ und könne keinesfalls als dummer Streich abgetan werden. Er wolle rechtliche Schritte gegen die JN prüfen, sagte Kötter.

Absender der Kondom-Briefe ist die Bundesgeschäftsstelle der JN im sächsischen Riesa. Die Organisation verschickt entsprechende Briefe schon seit dem vergangenen Jahr an sogenannte „Ausländerlobbyisten“.

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