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Nachwuchswissenschaftler in Hessen Gegen Kettenbefristungen

Die Grünen dringen auf bessere Arbeitsbedingungen für Nachwuchswissenschaftler in Hessen.

Campus Westend
Die Bedingungen für Nachwuchswissenschaftler sind oft hart. Im Bild: Studenten am Campus Westend in Frankfurt. Foto: Michael Schick

Die Grünen dringen darauf, dass Nachwuchswissenschaftler sich nicht mehr von einem befristeten Vertrag zum nächsten hangeln müssen. „Auf Seiten der Beschäftigten sollen Stellen, die Daueraufgaben betreuen, möglichst in Dauerstellen ausgestaltet werden“, heißt es in einem Positionspapier der Grünen-Landtagsfraktion zur Hochschulpolitik, das am Freitag in Wiesbaden vorgestellt wurde.

Weiter heißt es: „Unser Ziel ist es, den Anteil von Kurzzeit- und Kettenbefristungen soweit wie möglich zu begrenzen.“ Es solle ein „Kodex für faire Arbeitsbedingungen“ gemeinsam mit den Hochschulen und den Personalvertretungen erarbeitet werden, sagte der Grünen-Hochschulpolitiker Daniel May. An den Hochschulen seien die befristeten Beschäftigungsverhältnisse „ein großes Thema“.

Das Konzeptpapier beschreibt Ziele für die Zeit nach der Landtagswahl im Herbst. Dazu gehört mehr Geld für den Hochschulbau. Bisher fließen dafür 200 Millionen Euro pro Jahr. Die Grünen wollen diese Summe auf 250 Millionen Euro jährlich aufstocken.

Landes-Ateliers für Künstler 

Auch die Arbeitsbedingungen von Künstlern und insbesondere Künstlerinnen sollen verbessert werden. Das geht aus einem Grünen-Papier zur Kulturpolitik hervor, das von der Abgeordneten Martina Feldmayer präsentiert wurde.

Sie verwies darauf, dass die rund 12.000 registrierten Kulturschaffenden im Schnitt nur gut 16.000 Euro pro Jahr verdienen würden. Die Frauen stünden dabei besonders schlecht da.

Das Land soll nach Feldmayers Auffassung prüfen, ob es eigene Immobilien als Proberäume oder Ateliers zur Verfügung stellen kann. Wer in Landesmuseen ausstelle, solle mit einer Mindestvergütung entlohnt werden. Zudem sei ein hessischer Kulturpreis für Künstlerinnen sinnvoll, solange der Hessische Kulturpreis so selten an Frauen vergeben werde.

Die freie Theaterszene soll nach den Vorstellungen der Grünen stärker selbst entscheiden, wohin und wofür Fördermittel in ihre Reihen fließen. Ein solches Verfahren hatte die schwarz-grüne Landesregierung für die soziokulturellen Zentren eingeführt. Die Grünen halten es für so erfolgreich, dass es auch auf andere Bereiche der Kultur ausgedehnt werden solle.

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