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Migranten in Hessen Ausländerbehörden verbessern Service

Migranten sollen in Ausländerbehörden auf einen freundlichen Service treffen. Die Landesregierung hat daher an sechs Standorten Verbesserungen gefördert.

Ausländerbehörde in Frankfurt
Eine optimierte Terminvergabe kann die Wartezeiten bei Ausländerbehörden verringern. Foto: dpa

Ausländerbehörden, sagt Staatssekretär Jo Dreiseitel (Grüne), seien oft der erste Ort, an dem Migrantinnen und Migranten mit dem deutschen Staat in Kontakt kommen. Umso wichtiger sei es, dass die Menschen dort auf einen freundlichen, zugewandten Service träfen, findet der Landesbevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung. Um die Ausländerbehörden in einem Modernisierungsprozess zu unterstützen, hat die Landesregierung seit 2015 sechs hessische Standorte in einem Programm zur Stärkung der Serviceorientierung gefördert. Am Mittwoch zogen die Beteiligten zum Abschluss der zweijährigen Laufzeit in Frankfurt Bilanz.

Die Projektteilnehmer aus Gießen, Darmstadt, Wiesbaden, Offenbach, dem Main-Kinzig-Kreis und dem Kreis Bergstraße erzählten in den Räumen des Regionalverbands Frankfurt-Rhein-Main, dass ihnen der offene und kritische Austausch untereinander sehr geholfen habe, ihre Arbeit zu verbessern, die durch einen Spagat zwischen ordnungs- und integrationspolitischen Aufgaben gekennzeichnet sei. Die sechs ausgewählten Ausländerbehörden hatten selbst entscheiden können, welche Projekte sie vor Ort umsetzen.

So optimierte die Ausländerbehörde Bergstraße etwa ihr Terminvergabesystem und vereinfachte ihren Kundinnen und Kunden die Orientierung, beispielsweise durch eine neue Beschilderung im Haus und mehrsprachige Angaben auf der Behörden-Website. Der Main-Kinzig-Kreis erleichterte es den Kundinnen und Kunden der Ausländerbehörde, durch große farbige Ziffern Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schneller zu finden. Der Wartebereich wurde umgebaut, mehrsprachige Flyer entwickelt und Dolmetscher auf Honorarbasis eingestellt.

In Wiesbaden können Anrufer nach fünfmaligem Klingeln ihre Anliegen jetzt auf einem Anrufbeantworter hinterlassen und mit einem Rückruf rechnen. Zudem soll ein neues Wissensmanagement im Hause den Behördenmitarbeiterinnen und -mitarbeitern selbst die Arbeit mit den zahlreichen ausländerrechtlichen Gesetzesänderungen der vergangenen Monate erleichtern.

Das Land Hessen unterstützte die sechs Behörden von 2015 bis 2017 mit insgesamt rund 112 000 Euro. Dazu flossen noch EU-Mittel in das Projekt.

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