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Hessen Hinz und Al-Wazir sollen vorne stehen

Grüne präsentieren ihre Minister als designierte Spitzenkandidaten zur Landtagswahl.

Grüne Spitzenkandidaten Hessen
Als Spitzenkandidaten gesetzt: Priska Hinz und Tarek Al-Wazir. Foto: dpa

Die hessischen Grünen wollen mit ihren Ministern Priska Hinz und Tarek Al-Wazir an der Spitze in die Landtagswahl ziehen. Das haben die beiden Politiker am Dienstag in Wiesbaden gemeinsam mit Parteichef Kai Klose bekanntgegeben. Gegenkandidaturen sind allerdings noch möglich.

Eine Landesmitgliederversammlung am 21. April in Fulda soll entscheiden, ob Umweltministerin Hinz, die am Wochenende 59 Jahre alt wurde, und der 47-jährige Wirtschaftsminister Al-Wazir tatsächlich auf den Listenplätzen 1 und 2 stehen. Parteichef Klose lobte Al-Wazir als „den zweitbeliebtesten Politiker des Landes“ und Hinz als „eine erfolgreiche Ministerin“.

Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren hatte die heute 35-jährige Landtagsabgeordnete Angela Dorn die Landesliste angeführt. Dorn bewirbt sich nicht erneut um Platz 1, obwohl sie inzwischen zur Ko-Parteichefin aufgestiegen ist. Bei der Kandidatenvorstellung am Dienstag fehlte sie wegen einer Grippe. Ihr Parteichef-Kollege Klose sagte: „Angela Dorn hat sich entschieden, dass sie nicht als Spitzenkandidatin antreten will.“ Gründe nannte er nicht.

Die designierten Spitzenkandidaten wollen sich nicht auf mögliche Koalitionspartner nach der Wahl festlegen – auch nicht auf eine Fortsetzung der schwarz-grünen Koalition, obwohl sie diese als „erfolgreich“ beschrieben. „Wir wollen für unsere grünen Inhalte eigenständig antreten“, sagte Hinz. „Die Eigenständigkeit ist sozusagen in Hessen erfunden worden.“ Al-Wazir warnte vor einer „visionslosen Groko“.

Dabei gilt den Grünen die Neuauflage der großen Koalition im Bund als abschreckendes Beispiel. „Berlin hat gezeigt, dass niemand außer den Grünen Klimaschutz wirklich ernst nimmt“, sagte Priska Hinz.

Politikrichtung habe sich geändert

Die Grünen-Spitzenleute hoben hervor, dass sie in den vergangenen vier Jahren „Schritt für Schritt die Richtung der Politik geändert“ hätten, wie Al-Wazir formulierte. Als Beispiele nannten sie den Ausbau der ökologischen Landwirtschaft, der erneuerbaren Energien, das Sozialbudget für Schuldnerberatung und Frauenhäuser sowie das Schülerticket für den hessischen Nahverkehr. „Grün wirkt“, urteilte Minister Al-Wazir.

SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel kommentierte, er freue sich „auf einen lebendigen demokratischen Wettstreit mit den grünen Spitzenleuten“. Es werde um den Bau bezahlbarer Wohnungen, eine Mobilitätswende, Bildungsgerechtigkeit und eine neue politische Kultur gehen.

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