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Landtagswahl AfD wählt Landtagskandidaten

Auf Parteitagen in Flörsheim und Neu-Isenburg sollen die Kandidaten bestimmt werden. 60 AfD-Mitglieder bewerben sich um die lukrativen Landtagsmandate.

AfD-Parteitag
Die AfD wählt ihre Kandidaten für die Landtagswahl in Hessen. Foto: dpa

Die Alternative für Deutschland (AfD) stellt ihre Kandidaten für die hessische Landtagswahl am 28. Oktober auf. Als ersten Termin nennt die AfD das kommende Wochenende (7./8. April) in der Hugenottenhalle in Neu-Isenburg. Eine Woche später geht es weiter in der Flörsheimer Stadthalle.

Dort ruft das Bündnis „Main-Taunus – Deine Stimme gegen Rechts“ zum Protest gegen den AfD-Parteitag auf. Die Gegenkundgebung beginnt um 9 Uhr vor der Stadthalle, ab 11 Uhr bewegt sich der Demonstrationszug zum Einkaufszentrum Flörsheim-Kolonnaden. Bereits am Freitag, 13. April, wird auf dem Flörsheimer Wochenmarkt, Pfarrer-Münch-Straße, ab 10 Uhr die Ausstellung „Der Arm der Bewegung“ gezeigt, die über Charakter und Programmatik der AfD informiert.

„Die rassistischen, antisemitischen, homophoben und demokratiefeindlichen Positionen der AfD dürfen niemals zur Normalität werden“, heißt es in der Ankündigung des Bündnisses, dem Vereine und Wohlfahrtsverbände ebenso angehören wie unabhängige Initiativen, Jugendorganisationen, Parteien, Schülervertretungen, Gewerkschaften und Religionsgemeinschaften.

Schon mehrmals hat das Bündnis gegen Rechts zu Demonstrationen gegen AfD-Veranstaltungen aufgerufen – unter anderem vor einem Jahr in Kelkheim, als die inzwischen aus der Partei ausgetretene damalige Bundesvorsitzende Frauke Petry einen Wahlkampfauftritt in der Stadthalle hatte. Mehr als 700 Menschen kamen seinerzeit zum Protestzug. In Flörsheim hat die AfD bei der Bundestagswahl im Herbst vergangenen Jahres ihr bestes Ergebnis im Main-Taunus-Kreis erzielt. Mit 13,3 Prozent der Wählerstimmen wurde sie hinter CDU und SPD drittstärkste Kraft.

Nach Angaben von AfD-Landessprecher Robert Lambrou haben aktuell 60 Mitglieder ihr Interesse an einem Mandat im Landtag bekundet. Ein Spitzenkandidat stehe noch nicht fest. Er selbst und Mitsprecher Klaus Herrmann würden sich für die Plätze zwei und drei bewerben, da sie mit der Organisation des Wahlkampfes genug zu tun hätten. „Der Spitzenkandidat muss den Kopf freihaben, um in Talkshows zu gehen und Anfragen zu beantworten“, sagt Lambrou. Der Wiesbadener wünscht sich an dieser Position jemanden, der die wichtigen Themen Bildung und Innere Sicherheit besetzt. Er selbst sei Experte für Wirtschaft, Ex-Polizist Herrmann für Sicherheit.

Der Sprecher geht davon aus, dass in Neu-Isenburg die ersten 20 Kandidaten gewählt werden. Gehe alles gut, werde nach dem zweiten Wochenende in Flörsheim die 40-köpfige Liste stehen. „15 plus x“ sei das Ergebnis, das die AfD für den 28. Oktober anstrebe. Zank erwartet Lambrou beim Parteitag nicht; die 2505 Mitglieder hätten sich zusammengerauft. „Die Disziplin und der Zusammenhalt in der Truppe sind wesentlich höher geworden.“ Er gehe nicht davon aus, dass ein drittes Wochenende notwendig werde: „Die Streitigkeiten sind wesentlich weniger geworden.“

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