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Hessische Landesvertretung Eine Sommerparty mit Pokal

Die Hessische Landesvertretung in Berlin feiert - inklusive DFB-Pokal der Frankfurter Eintracht. Da kommt auch Kanzlerin Merkel mal vorbei.

Die hessische Landesvertretung lädt zum großen Hessenfest
Auch sie ist fasziniert: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schaut sich beim Hessenfest den DFB-Pokal der Eintracht an. Foto: Sina Schuldt (dpa)

Um 21 Uhr wird es plötzlich hektisch im großen Garten der Hessischen Landesvertretung in Berlin. „Die Kanzlerin kommt“, raunt es durch die Menge. Ministerpräsident Volker Bouffier eilt Richtung Eingang. Dicht gefolgt von der Hausherrin Lucia Puttrich, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten. Dann sieht man nur noch Arme mit Handys, die in die Höhe gehalten werden, um einen Schnappschuss von Angela Merkel beim traditionellen Sommerfest der Landesregierung zu machen.

Merkel kommt auf dem Weg, den vor ihr bereits rund 2000 andere Gäste beschritten haben. Vorbei an den Trachtenträgern aus verschiedenen Regionen und an den Vorrichtungen für Insektenschutzmittel gegen Mücken, die es an diesem etwas kühlen, aber trockenen Abend nicht gibt. Vorbei an dem großen DFB-Pokal, den Eintracht-Vorstand Axel Hellmann mitgebracht hat, damit jeder ihm nah sein kann.

Der Kübel wird beknutscht, betatscht, bewundert. Die Leute stehen Schlange, um sich neben ihm fotografieren zu lassen. Dann geht es auf die große Wiese, an deren Rand sich hessische Unternehmen präsentieren: Fraport, Chemiekonzerne, die Bäckerinnung, die Kassenärztliche Vereinigung, der Rhein-Main-Verkehrsverbund. Und die hessischen Metzger, die der Kanzlerin eine Ahle Wurst überreichen dürfen. Die hat endlich mal wieder was zu lachen in diesen freudlosen Tagen. Und auf das Glas Wein, sagt sie, freut sie sich nach der offiziellen Begrüßung auch. 

Auch Minister feiern mit 

Die Eintracht: Dass dieser „Traditionsverein“ den Bayern den Pokalsieg abgejagt hat, sei schon etwas ganz Besonderes, hat Bouffier in seiner Eröffnungsrede gesagt. Für die Münchener wäre der Sieg einer von vielen gewesen. „Für uns ist das ein Generationenprojekt.“ Er und Puttrich legen sich einen schwarz-weißen Schal um den Hals. Auch andere Gäste demonstrieren mit den Fan-Insignien an diesem Abend ihren Stolz auf „die Mannschaft“.

Die Kanzlerin ist nicht die einzige Prominente an diesem Abend mit hessischen und internationalen Speisen und Getränken. Es gibt Handkäs und Grüne Soße. Wein und Sekt aus dem Rheingau, Bier aus Lich. Selbst das Wasser hat einen langen Weg hinter sich, von Selters an der Lahn an die Spree. Kanzleramtschef Helge Braun schaut vorbei, die Bundesminister Julia Klöckner und Jens Spahn. Abgeordnete aus Land und Bund nutzen die Gelegenheit zum Strippenziehen, Vertreter von Verbänden und Wirtschaft. Um 23 Uhr wird die Feier aus Rücksicht auf die Nachbarn nach drinnen verlegt. Dort geht es noch Stunden weiter. Wer als Letzter das Hessenfest verlassen hat, ist nicht überliefert.

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