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Hessenwahl-Ergebnisse Kreis Offenbach CDU holt alle Direktmandate

Frank Lortz von der CDU gewinnt seinen Wahlkreis in Seligenstadt bereits zum zehnten Mal. Die SPD kann im Kreis Offenbach auch ihre Ergebnisse verbessern und stellt zwei Abgeordnete für den Landtag.

23.09.2013 14:28
Andreas Hartmann und Christoph Manus
Patricia Lips (CDU) hat schon früh Grund zum Strahlen. Foto: Hartmann

Frank Lortz legt sich schon früh fest. „Wir haben wieder alle fünf Direktmandate gewonnen“, sagt der Landtagsabgeordnete aus Seligenstadt kurz vor 19 Uhr. Da sieht es zwar bereits nach einem sehr guten Ergebnis für seine Partei in Bund und Land aus, es ist aber noch kein einziger Wahlbezirk im Kreis Offenbach ausgezählt. Der CDU-Kreisvorsitzende, der die Wahl mit seinen Parteifreunden im Dietzenbacher Kreishaus verfolgt, wird recht behalten.

Patricia Lips aus Rödermark hat den Bundestagswahlkreis 187 gegen Jens Zimmermann (SPD) verteidigt, Peter Wichtel aus Obertshausen den Wahlkreis 185 gegen Gene Hagelstein (SPD). Zu Redaktionsschluss sieht es zudem klar danach aus, dass Hartmut Honka, Ismail Tipi und Lortz selbst die Wahlkreise 44, 45 und 46 für die CDU gewonnen haben. Lortz schreibt damit Geschichte. Als erster Landtagsabgeordneter hat er seinen Wahlkreis nun zehnmal in Folge gewonnen.


„Eine absolute Mehrheit auf Bundesebene! Gestatten Sie, dass ich mich freue. Und wenn es vielleicht nur für ein paar Minuten ist“, sagt die Bundestagsabgeordnete Lips der Frankfurter Rundschau gegen 20 Uhr. 2005 war für Lips persönlich vielleicht nervenaufreibender, über das Direktmandat im Wahlkreis Odenwald, der sich vom Main fast bis an den Neckar zieht, entschieden damals nur wenige Stimmen. „Aber beim Thema Regierungsbildung ist es diesmal so spannend wie noch nie.“ Sie habe sich gewünscht, dass die FDP es schaffen würde, sagt die Rödermärker CDU-Vorsitzende. „Wenn die FDP nun rausfliegen sollte, bin ich in meinem Wahlkreis die einzige Vertreterin im Bundestag. Das wird mir jetzt erst allmählich klar.“

Tragisches Hessen

Sekt oder Selters? Das ist für die SPD im Kreis Offenbach bis zum späten Abend nicht klar. „Hessen ist tragisch. Es gibt eine linke Mehrheit, und die ist wahrscheinlich nicht nutzbar“, sagt Carsten Müller, der Unterbezirksvorsitzende. „Dieses Ergebnis macht mich ratlos“, sagt der Kreisbeigeordnete schon früh. Viel spricht dafür, dass zwar die Landtagskandidaten Corrado Di Benedetto, Ulrike Alex und Ralf Kunert ihre Wahlkreise nicht gewinnen konnten. Dennoch ziehen wohl zwei Sozialdemokraten aus dem Kreis Offenbach in den Landtag ein, in dem bisher nur Judith Pauly-Bender aus Rodgau die Sozialdemokraten im Kreis Offenbach vertrat.

Bei dem Mühlheimer Di Benedetto war davon auszugehen, dass ihm der Sprung in den Landtag über die Landesliste gelingt. Weil die SPD ihr Landesergebnis verbessern konnte, reicht es aber wohl auch für die auf Platz 26 der Liste stehende Dietzenbacherin Ulrike Alex. „Alle um mich herum sind der Meinung, dass ich es schaffe. Aber ich warte noch ab“, sagt Alex, die die Wahl mit Parteifreunden im Dietzenbacher Bürgerhaus verfolgt, gestern gegen 21.30 Uhr. Sie sei vorsichtig optimistisch.

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