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Hessen Täglich Sport für Grundschüler

Der Landessportbund will helfen, Schüler zu Sport und Bewegung zu animieren. 15 Schulen wollen sich beteiligen.

Sport und Bewegung für Schüler
Sport und Bewegung sind wichtig für die Entwicklung von Schulkindern. Foto: Andreas Arnold (Andreas Arnold)

Schülerinnen und Schüler sollen zu Sport und Bewegung animiert werden. Dafür will der Landessportbund Hessen (LSB) in Kooperation mit Schulen sorgen.

LSB-Präsident Rolf Müller sagte am Donnerstag in Wiesbaden, man kooperiere mit Schulen, die täglich eine Stunde Sport anbieten wollten. Bisher habe man 15 Grundschulen gefunden, die bereit seien, diesen Weg zu gehen. Das Modell wird bereits seit 25 Jahren an der Friedrich-Ebert-Schule in Bad Homburg erfolgreich ausprobiert.

Örtliche Vereine sollen den Schulen Übungsleiter zur Verfügung stellen, um die Zusatzstunden zu leiten. Die Kosten will der LSB ausgleichen. Er rechnet laut Vizepräsident Heinz Zielinski mit Ausgaben von 75.000 Euro im Jahr. „Das Geld können weder die Vereine noch die Schulen aufbringen“, erklärte er.

Der LSB finanziert das Angebot mit einer Zuwendung der hessischen Sparkassen. Der Präsident ihres Verbandes, Gerhard Grandke, übergab dem Landessportbund im Wiesbadener Tennis- und Hockeyclub WTHC einen Scheck von 500.000 Euro. Das Geld stammt aus Erlösen der Sparkassen-Lotterie PS-Los-Sparen. Sport stifte Gemeinschaft, unterstrich Grandke. Es sei besonders wichtig, Kinder für Sport zu begeistern.

Mit dem Betrag kann der Verband nach Müllers Angaben mehrere Projekte angehen. So sei eine Initiative für ein „inklusives Sportabzeichen“ für Menschen mit und ohne Behinderung vorgesehen. Außerdem wolle der DSB eine Beratungsstelle zum Datenschutz aufbauen, da viele Vereine durch die neuen Regelungen verunsichert seien.

Fitnesstrainer vom Verein

Ein weiterer Teil der Mittel soll verwendet werden, um in Vereinen Fitness-Übungsleiter auszubilden. Damit wolle man „die Lücke zur kommerziellen Fitnessbranche schließen“. Die Sportvereine seien bereits „der größte Gesundheitsanbieter“ des Landes, formulierte Müller.

Solche Fitnesstrainer könnten nach den Worten von LSB-Vizepräsident Ralf-Rainer Klatt im Nachmittagsangebot von Schulen eingesetzt werden, die am „Pakt für den Nachmittag“ teilnehmen. An diesen Schulen gibt es nachmittags Betreuung und Freizeitangebote.

Mit Sorge betrachtet der Landessportbund, dass an vielen Schulen nicht einmal der reguläre Sportunterricht stattfinde. Im vergangenen Jahr hatten Medien aufgrund interner Dokumente berichtet, dass jede vierte Sportstunde ausfalle. Das Kultusministerium bezweifelte dieses Ausmaß. Es machte als Ursache für Ausfall einen Mangel an Sporthallen aus, die nahe genug an den Schulen liegen. LSB-Vizepräsident Klatt sagte am Rande der Scheckübergabe, in manchen Gegenden wie dem Kreis Darmstadt-Dieburg erteilten bis zu 70 Prozent der Schulen nicht die vorgesehenen drei Sportstunden.

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