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Hessen Rückschritte bei der Bildungsgerechtigkeit

Die Herkunft eines Schülers sei noch immer entscheidend für seinen Bildungserfolg, sagt der Landeselternbeirat. Der Boom der Privatschulen fördere diese Ungerechtigkeit.

08.08.2017 08:59
Schulanfang
Mit der Wahl der Schule werden die ersten Weichen für die Bildung gestellt. Foto: dpa

Bildungsgerechtigkeit ist für den Vorsitzenden des Landeselternbeirats Reiner Pilz die größte Dauerbaustelle an den Schulen. Studien zeigten, dass die Herkunft eines Schülers noch immer entscheidend für seinen Bildungserfolg ist.  Statt kleiner Fortschritte gebe es in Hessen aber eher das Gegenteil, sagte Pilz mit Blick auf den Boom der Privatschulen. Mit der deutlichen Zunahme dieser Schulen gehe auch eine „gewisse Bildungsflucht“ einher. Denn: „Die Durchmischung stimmt nicht, und da wird auch nicht drauf geachtet.“

Im vergangenen Schuljahr besuchten rund 46.000 Schüler in Hessen eine private allgemeinbildende Schule. Mit rund 7,3 Prozent aller Schüler war dies ein Höchststand. Der Anteil ist vor allem groß bei Förderschulen und Gymnasien. Zu den freien Schulen zählen neben Elterninitiativen sowie Waldorf- oder Montessori-Schulen auch die Schulen von katholischer und evangelischer Kirche. (dpa)

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