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Hessen Mit Werbeagenturen in die Landtagswahl

Hessens FDP nimmt das gleiche Unternehmen wie zur Bundestagswahl, CDU und SPD nicht.

09.01.2018 12:48
Wahlplakate zur Bundestagswahl 2017, Wiesbaden, Bild x von x
Ein FDP-Plakat liegt kurz vor der Bundestagswahl in Wiesbaden im Gras. Foto: Michael Schick

CDU und SPD setzen bei der hessischen Landtagswahl im Herbst nicht auf die Werbeagenturen, die im Bundestagswahlkampf Plakate und Werbespots für sie entworfen haben. Stattdessen haben die beiden großen Parteien Agenturen geholt, die sie bei erfolgreichen Wahlen in anderen Bundesländern unterstützt haben. Das gaben sie am Dienstag in Wiesbaden bekannt.

Die CDU entschied sich für die Hamburger Agentur Guru. Sie hatte die Unions-Wahlkämpfe von Daniel Günther und Bernd Althusmann in Schleswig-Holstein und Niedersachsen gemanagt. Günther wurde Ministerpräsident, Althusmann, stellvertretender Ministerpräsident in der großen Koalition in Niedersachsen. Guru-Geschäftsführerin Kerstin Flemming sagte, man wolle „kommunikativ alles daransetzen, die Wählerinnen und Wähler von der Politik der CDU Hessen und Volker Bouffier zu überzeugen“.

Die hessische SPD wird das Gegenteil versuchen - mit Hilfe der Agentur Butterberlin. Sie stand der SPD bereits in Wahlkämpfen der Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz und Hamburg, Malu Dreyer und Olaf Scholz, zur Seite. „Wir arbeiten bereits seit Monaten in der strategischen Vorbereitung eng und vertrauensvoll zusammen und freuen uns auf einen leidenschaftlichen Wahlkampf“, sagte SPD-Generalsekretärin Nancy Faeser.

Nur die FDP wechselt nicht

Die FDP ist bisher die einzige Landespartei, die sich auf eine Zusammenarbeit mit den gleichen Werbestrategen wie im Bundestagswahlkampf festgelegt hat. Die Agentur Heimat hatte mit Plakaten Aufsehen erregt, die auf den Spitzenkandidaten Christian Lindner zugeschnitten waren. Nun soll sie der FDP in Hessen helfen, wieder in die Regierung zu kommen.

Grüne und Linke haben sich noch nicht festgelegt, mit welcher Agentur sie im Landtagswahlkampf zusammenarbeiten wollen. Beide wollen demnächst darüber entscheiden.

Bei der AfD kann es noch etwas länger dauern. Man baue nach der Wahl der neuen Parteispitze im Dezember gerade erst Strukturen auf, sagte Vorstandssprecher Robert Lambrou. (pit)

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