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Grenz-Gedenkstätte Point Alpha Mitarbeiter verteidigen Arbeit von Point Alpha

Beschäftigte der Grenz-Gedenkstätte Point Alpha reagieren auf die öffentliche Kritik und verbitten sich zudem eine Einmischung aus der Politik.

Der öffentliche Streit über die deutsch-deutsche Grenz-Gedenkstätte Point Alpha beschädigt nach Auffassung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Point-Alpha-Stiftung deren Arbeit. Es habe „nirgends einen Streit über die inhaltliche Ausrichtung der Stiftung“ oder über einzelne Seminarangebote“ gegeben, schrieben sechs Beschäftigte der Stiftung am Freitag in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Verärgert reagieren die Mitarbeiter auf Äußerungen, wonach sich Point Alpha „zunehmend provinzieller“ entwickele. In diesem Sinne hatte sich der frühere Wissenschafts-Staatssekretär Joachim-Felix Leonhard (parteilos) geäußert, der Gründungsvorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats von Point Alpha gewesen war. Hessens SPD-Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel hatte die Sorge geäußert, dass Point Alpha „zu einem besseren Heimatmuseum“ heruntergewirtschaftet werden könne.

Solche Schilderungen empfinde man „als bösartige, die Realität leugnende Unterstellung, die allein darauf zielt, dem Gedenk- und Erinnerungsort zu schaden“, heißt es in der Stellungnahme der Mitarbeiter. Vor einigen Tagen hatten Leonhard und vier andere Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates ihre Ämter aufgegeben und dies mit Kritik an der Zusammensetzung des Stiftungsrats verbunden, in dem vor allem lokale CDU-Politiker sitzen. Zuvor war bereits im Juni die Direktorin der Stiftung, Ricarda Steinbach, zurückgetreten, ohne öffentlich Gründe zu nennen.

Die Behauptung, Steinbach habe „hingeschmissen“ oder sei durch Angriffe Dritter beschädigt worden, treffe nicht zu, erklären die Mitarbeiter. Vielmehr sei „dank des Handelns des Stiftungsrates eine Personalfrage geklärt worden“. Politische Einmischung verbitten sie sich. „Keine Staatskanzlei, weder die in Erfurt, noch die in Wiesbaden, kann in unsere Arbeit hineinregieren oder Inhalte bestellen“, schreiben sie.

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