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Gesellschaftsjagd Jagd bleibt in Hessen gesellschaftsfähig

520 Mal im Jahr lädt das Land zur staatlichen Gesellschaftsjagd - und wird das auch weiterhin tun. Ein Antrag der Linken im Landtag, die Jagdveranstaltungen einzustellen, wird abgelehnt.

Gesellschaftsjagd im Forst von Groß-Gerau. Foto: Renate Hoyer

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) darf auch künftig zur Jagd blasen. Der Landtag lehnte am Donnerstag den Antrag der Linken ab, die in Hessen staatlich ausgetragenen Gesellschaftsjagden einzustellen. Nur Linke und SPD stimmten dafür, während CDU, Grüne und FDP das Ansinnen ablehnten.

Im November hatte Bouffier Gäste aus Jagdverbänden und -genossenschaften, Naturschutzverbänden und aus dem Landtag zur heftig umstrittenen Jagdveranstaltung in den Mönchbruch eingeladen. Bei der Debatte im Umweltausschuss wurde klar, dass daran nur die Einladung des Ministerpräsidenten bemerkenswert war.

520 Mal pro Jahr

Die staatliche Verwaltung Hessen-Forst lade rund 520 Mal im Jahr zu Gesellschaftsjagden ein, berichtete Umweltministerin Priska Hinz. Die Grünen-Politikerin verteidigte diese Praxis. „Wir brauchen diese Gesellschaftsjagden, um unsere Abschussquoten zu erfüllen, damit uns die Wälder nicht kaputt gehen“, sagte Hinz zur Begründung.

Keine Fraktion lehnte die Jagd grundsätzlich ab. SPD und Linke wandten sich aber gegen die Gesellschaftsjagd. Die Linken-Abgeordnete Marjana Schott argumentierte, sie stamme aus der Kaiserzeit und sei nicht mehr zeitgemäß. Dem widersprach der CDU-Politiker Walter Arnold, der an der Jagd auf Einladung Bouffiers teilgenommen hatte.

Laut Gesetz handele es sich bei jeder Jagd mit mehr als vier Teilnehmern eine Gesellschaftsjagd, erläuterte Arnold. Dies bedeute lediglich, dass bestimmte Anforderungen erfüllt sein müssten – etwa die Bestimmung eines Jagdleiters. Es handele sich um „eine seit Jahrzehnten anerkannte Jagdform“.

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