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Frankfurt und Wiesbaden Keine Angst vor neuen Banken

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir freut sich über die Ansiedlung internationaler Unternehmen und sieht auch im Zuzug von Bankern eine Chance.

Skyline Frankfurt
Frankfurts Skyline. Foto: imago

Hessen wird attraktiver für ausländische Unternehmen. Das haben Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und die landeseigene Hessen-Agentur am Montag in Wiesbaden berichtet und sich darüber erfreut gezeigt.

Nach Angaben der Hessen-Agentur siedelten sich im Jahr 2017 insgesamt 173 internationale Firmen im Bundesland an, mehr als je zuvor in einem Jahr. Die meisten neuen Firmen kamen nach Al-Wazirs Angaben aus den USA, gefolgt von China und Ländern der Europäischen Union. Die Neuansiedlungen betrafen etwa IT- und Software-Unternehmen, Banken und Dienstleistungen.

Die zentrale Lage Hessens spiele für solche Entscheidungen ebenso eine Rolle wie eine attraktive Kulturszene, sagte Al-Wazir. Ein weiteres Argument, das zunehmend von Unternehmen geäußert werde, sei „die hohe Internationalität“, fügte der Minister hinzu. Der Geschäftsführer der Hessen-Agentur-Tochter „Hessen Trade & Invest“, Rainer Waldschmidt, wies auf 30 internationale Schulen in der Region hin. Damit widersprach er angeblichen Gerüchten über ein mangelndes Angebot, die von anderen Wirtschafts-Standorten gestreut würden.

Al-Wazir sagte, die Auswirkungen des geplanten Austritts Großbritanniens aus der EU seien zu spüren. Er verwies auf die Ansiedlung von Banken in Frankfurt und fügte hinzu: „Das ist eine gute Entwicklung.“ Befürchtungen, dass Tausende zusätzliche Banker in die Stadt strömten, seien unangebracht.

Der Brexit sei vielmehr „die Chance, den Sektor stabil zu halten“, sagte Al-Wazir. Er erinnerte daran, dass Deutsche Bank und Commerzbank Stellen abgebaut haben und die Dresdner Bank nicht mehr existiert. Diejenigen, die ihre Jobs in der Branche verlören, besäßen Arbeitsplatz-Chancen durch die hinzukommenden Banken. „Die, die kommen, decken ihren Arbeitskräfte-Bedarf eher auf dem lokalen Markt“, betonte Al-Wazir.

Die Hessen-Agentur vermarktet das Bundesland auch touristisch, etwa mit Blick auf Kultureinrichtungen des Landes. Zudem entstand unter ihrem Dach 2017 die Landesenergieagentur, die Initiativen und Beratung im Energiebereich bündelt. Unter anderem dadurch sei der Personalaufwand gestiegen, berichteten Al-Wazir und Hessen-Agentur-Geschäftsführer Folke Mühlhölzer.

Die landeseigene GmbH hatte 2016 noch 80 Beschäftigte. Ein Jahr später waren es bereits 97. Bei den Töchtern „Trade & Invest“ sowie „HA Stadtentwicklungsgesellschaft“ waren weitere rund 60 Menschen angestellt.

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