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Frankfurt Überraschung bei CDU-Kandidatenkür

Bei der Kandidatenwahl der Frankfurter CDU für die hessische Landtagswahl setzt sich überraschend Veljko Vuksanovic durch.

Veljko Vuksanovic ist stellvertretender Ortsvorsteher im Ortsbeirat 7. Foto: Christoph Boeckheler

Drei Kandidaten der Frankfurter CDU für die hessische Landtagswahl am 28. Oktober 2018 stehen fest. Die Delegierten haben am späten Dienstagabend Veljko Vuksanovic, den stellvertretenden Ortsvorsteher im Ortsbeirat 7 sowie den Landtagsabgeordneten und Hautarzt Ralf-Norbert Bartelt und den Juristen und hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein, als Kandidaten bestimmt.

Vuksanovic setzte sich überraschend mit 17 Stimmen zu 14 Stimmen gegen den Juristen und sicherheitspolitischen Sprecher der CDU im Römer, Christoph Schmitt, durch. Der galt als klarer Favorit. Ohne Gegenkandidat gewann Ralf-Norbert Bartelt die Kandidatur im Wahlkreis 36 (Stadtmitte) mit 65 Ja- zu 4 Nein-Stimmen. Boris Rhein wurde ohne Gegenkandidat als Kandidat im Wahlkreis 39 (Frankfurter Norden) mit allen 49 Stimmen gewählt. 

Vuksanovic war zuvor von Alexander Zollmann vorgeschlagen worden. „Er ist das beste Pferd im Stall.“ In seiner Rede betonte Vuksanovic die Bedeutung von Schule und Integration. Schmitt wurde vom Vizepräsidenten im Frankfurter Polizeipräsidium, Walter Seubert, unterstützt. 

Als Nachrückerin im Wahlkreis 35 wurde Debora Rieser aus der Bockenheimer CDU gewählt, Klaus Nattrodt, Ortsvorsteher im Ortsbeirat 8, unterlag. Im Wahlkreis 36 wird der Stadtverordnete und Vermögensberater Albrecht Kochsiek Nachrücker, die Lehrerin Sara Steinhardt verlor die Wahl. Im Wahlkreis 39 wird Yannick Schwander, der Ortsvorsteher im Ortsbeirat 13, Ersatzkandidat. Carolin Friedrich, Ortsvorsteherin im Ortsbeirat 12, erreichte nicht die nötige Stimmenzahl. 

Die Kandidaten für drei weitere Frankfurter Wahlkreise bestimmt die CDU bei einem Parteitag am Mittwoch, 7. Februar. 

Zuvor hatte die Delegierten den scheidenden Parlamentarier und Immobilienberater Ulrich Caspar mit Applaus verabschiedet. Caspar vertritt die CDU seit nunmehr 14 Jahren im Hessischen Landtag und kandidiert im Herbst nicht erneut. „Wir haben dir viel zu verdanken“, sagte die OB-Kandidatin der CDU, Bernadette Weyland. „Uli“ habe den „ordnungspolitischen Kurs der Partei“ immer verfolgt, sagte der hessische Innenminister Peter Beuth, der Ministerpräsident Volker Bouffier als Gastredner vertrat.

„Wer Hessen liebt, wählt Weyland!“, rief Beuth den rund 280 Delegierten im Saalbau Titus-Forum in der Nordweststadt zu, in Abwandlung von Weylands Wahlspruch „Wer Frankfurt liebt, wählt Weyland“. „Es muss nicht nur eine Frau ran, es muss auch mal die CDU wieder ran“, sagte er und verwies darauf, dass er als Innenminister für mehr Sicherheit im Frankfurter Bahnhofsviertel gesorgt habe – mit den 124 Polizisten der „Regionalen Einsatz- und Ermittlungseinheit“. 

Weyland rief die Delegierten auf, sich stärker im Wahlkampf zu beteiligen. „Geht auf die Straße, tut euer Möglichstes. Wenn wir den anderen einen Schritt voraus sind, können wir das packen.“ Sie griff den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) an: „Ich kandidiere, weil ich glaube, dass die Stadt etwas Besseres verdient hat.“ Frankfurt sei „national und international“ schlecht vertreten. Feldmanns Amtsvorgängerin Petra Roth sei beim Deutschen Städtetag hingegen immer präsent gewesen Roth wiederum kündigte an, in den kommenden Wochen Wahlkampf für Weyland machen zu wollen. „Aber erst mal kuriere ich mich aus, und dann fahre ich eine Woche in den Skiurlaub.“

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