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FDP in Hessen Hessische FDP kürt René Rock zum Spitzenkandidaten

1. Update Der Spitzenkandidat der FDP in Hessen für die nächste Landtagswahl heißt René Rock. Ein schlechtes Ergebnis gibt es für Jörg-Uwe Hahn.

René Rock
Der hessische FDP-Fraktionsvorsitzende René Rock. Foto: Frank Rumpenhorst (dpa)

Mit René Rock an der Spitze ziehen die hessische FDP in den Landtagwahlkampf. 90 Prozent der knapp 300 Delegierten stimmten am Samstag für den Dietzenbacher, der seit dem Rückzug von Florian Rentsch die sechsköpfige Fraktion im Landtag anführt. Das mit Abstand schlechteste Ergebnis der ersten Zehn fuhr Jörg-Uwe Hahn ein. Er war der einzige Kandidat für Platz sechs. Trotzdem votierten gerade einmal 54 Prozent für den 61-Jährigen aus Bad Vilbel, der sich mit seiner Erfahrung für eine weitere Legislaturperiode empfohlen hatte.

Die größte Zustimmung bekam Wiebke Knell, die vor zwei Wochen für Nicola Beer im Landtag nachgerückt war, die in den Bundestag wechselt. Zu den Neulingen auf den aussichtsreichen Plätzen zählt der Bürgermeister von Steinbach, Stefan Naas, der derzeit gegen den neuen Frankfurter Stadtteil kämpft. Vor dem Hintergrund der Wiedereinzug in den Bundestag und dem guten Kommunalwahlergebnis zeigten sich viele Redner selbstbewusst. Ein Desaster wie bei der vergangenen Landtagswahl, als die FDP es mit einem Ergebnis von 5,0 Prozent ganz knapp schaffte, werde sich nicht wiederholen.

In seiner Rede hatte sich Rock hauptsächlich an seinem „Lieblingsminister“, dem grünen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, abgearbeitet. Der möge weder Straßen oder Brücken, noch Banken oder den Flughafen. „Nur Windräder mag er, und die mag ich nicht.“  Von  Koalitionsaussagen vor der Wahl riet der 49 Jahre alte Seligenstädter explizit ab: „Wir wollen für unsere Inhalte gewählt werden.“ Auf Platz zwei steht mit 80 Prozent ebenfalls ein langjähriger Landtagabgeordneten: Auch Jürgen Lenders nahm  die grüne Wirtschaftspolitik  aufs Korn: Der geplante Rückzug von Siemens aus Offenbach sei „Ausfluss einer ideologischen Energiewende“. Er vermisse Rationalität im Handeln der Regierenden.  „Es ist ein Art Klimawandelhysterie entstanden.“ Deutsche Politik sei unberechenbar. Auch deshalb sei General Motors bei Opel ausgestiegen.

Für den ländlichen Raum „vom Schlagloch bis zum Funkloch“ will sich Wiebke Knell aus dem Schwalm-Eder-Kreis stark machen. Die 36-Jährige empfahl sich als Expertin für Wissenschaft und Kunst, Umwelt- und Verbraucherschutz. Erst auf Platz zehn kommt mit Marion Schardt-Sauer aus Limburg die nächste Frau.

Chancenlos blieb hingegen hatte Katja Adler (43) aus Oberursel, die im Kampf um Platz vier gegen den Steinbacher Bürgermeister Stefan Naas angetreten war. Der gleichalte Rathauschef will sich in der Landespolitik als Anwalt der Kommunen engagieren. Das Land müsse mehr in Schiene, Straße und digitale Infrastruktur investieren. Naas hat sich im Streit mit der Nachbarstadt Frankfurt um deren Expansionspläne jüngst regionalweit bekannt gemachte. Daran erinnert der Jurist aus dem Hochtaunuskreis als er sagte: „Wohnungsbau kann nicht nur Nachverdichtung heißen, sondern man muss ganz Hessen im Blick haben.“ Mit 81 Prozent der Stimmen wählten die Delegierten den Juristen aus dem Hochtaunuskreis auf Listenplatz vier.

Sollte die FDP in einem Jahr ein besseres Ergebnis einfahren, als 2013 wird es ein  Wiedersehen mit zwei ehemaligen Landtagabgeordneten geben: Stefan Müller und Matthias Bürger wollen zurück auf die Fraktionsbank.

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