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Behinderte in Hessen FDP will Tempo bei Inklusion drosseln

Der FDP-Bildungspolitiker Wolfgang Greilich nennt schwarz-grüne Versprechen zur Inklusion an Schulen „unehrlich“, weil zu wenige Stellen besetzt seien. Die Linke widerspricht.

Die FDP warnt davor, den Eltern behinderter Kinder falsche Versprechungen zu machen. Angesichts der Personalsituation an den Schulen sei es nicht möglich, dass alle Kinder eine Regelschule besuchen, deren Eltern sich das wünschten, sagte der FDP-Bildungspolitiker Wolfgang Greilich am Donnerstag in Wiesbaden. „Die Realisierung von Inklusion ist nur möglich, wenn die Schulen, anders als jetzt, über eine entsprechende Ausstattung und ausreichende personelle Ressourcen verfügen.“

Die schwarz-grüne Koalition hatte 2500 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen. Zugleich gibt es aber nach Angaben von Kultusminister Alexander Lorz (CDU) 1260 Stellen, die nicht besetzt werden können, weil eine ausreichende Zahl an geeigneten Bewerbern fehlt. „Ich halte es für unehrlich, zusätzliche Stellen ins System zu geben, wenn ich weiß, dass ich sie nicht besetzen kann“, kommentierte FDP-Mann Greilich.

Mit der Inklusion könne es daher nicht so schnell vorangehen wie geplant. Das gelte aus Sicht der Freien Demokraten auch für den Ausbau der Ganztagsangebote.

Die Linke widersprach. Nach Ansicht ihrer Abgeordneten Gabi Faulhaber muss die Forderung lauten, „Schulen endlich so auszustatten, dass sie tatsächlich inklusiv arbeiten könnten“. Die FDP trage eine Mitverantwortung für zu geringe Investitionen, da sie bis 2014 die Kultusministerin gestellt habe.

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