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Antisemitismus in Hessen Hessen kämpft gegen Judenhass

Die Bildungsstätte Anne Frank lobt den Plan von Ministerpräsident Volker Bouffier für einen Antisemitismusbeauftragten in Hessen.

Meron Mendel
Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, lobt den Plan eines Antisemitismusbeauftragten für Hessen. Foto: Michael Schick

Die Bildungsstätte Anne Frank hat die Ankündigung der schwarz-grünen Landesregierung begrüßt, einen Antisemitismusbeauftragten zu berufen. „Das ist ein wichtiges Signal angesichts der antisemitischen Vorfälle in jüngerer Zeit“, sagte der Direktor der Bildungsstätte, Meron Mendel, am Freitag in Frankfurt.

Mendel betonte, dass Antisemitismus „nur vernetzt und im breiten Bündnis mit den verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteuren in Hessen gelingen“ könne. „Von dem zukünftigen Antisemitismus-Beauftragten erwarten wir, dass er die Vielschichtigkeit von Antisemitismus als gesamtgesellschaftlichen Problem ernst nimmt und die erfolgreiche Arbeit in unseren Netzwerken in Hessen verstetigt und ausbaut“, fügte Mendel hinzu.

Zuvor hatte Regierungssprecher Michael Bußer angekündigt, die Landesregierung werde am 14. Mai – dem Jahrestag der Staatsgründung Israels – in Frankfurt mit Vertretern der Jüdischen Gemeinde beraten und einen Antisemitismusbeauftragten berufen. Er solle zum „zentralen Ansprechpartner zur Bekämpfung des Judenhasses in Hessen“ werden.

Wer die Aufgabe übernehmen soll, gab die Regierung noch nicht bekannt. „Wir setzen in Zeiten wachsender Anfeindungen gegen unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger ein klares Zeichen“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier.

Zuvor hatte die neue Bundesregierung einen Antisemitismusbeauftragten berufen. Sie wählte den Diplomaten Felix Klein für diese Position aus.

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